#10: Transfer als Exzellenz – Innovationsökosysteme zwischen Wirtschaft und Wissenschaft
Shownotes
In der neuen Episode von „Zeit für Zukunft“ ist der Unternehmer, Berater Stefan Gross-Selbeck zu Gast. Der frühere XING-CEO ist Experte für Innovationsökosysteme und den Transfer in die Wirtschaft. Zusammen mit Host David Eder von der Universität Bayreuth und Moderatorin Birgit Eschbach beleuchtet er die wichtige Frage, warum Innovationen häufig nicht an Ideen, sondern an fehlenden Strukturen scheitern.
Im Fokus steht die Herausforderung, wissenschaftliche Erkenntnisse erfolgreich in wirtschaftliche Wertschöpfung zu überführen. Stefan Gross-Selbeck erklärt, warum Deutschland zwar über eine starke Forschungslandschaft verfügt, jedoch insbesondere beim Transfer von Wissen in die Anwendung Nachholbedarf besteht. Dabei werden auch strukturelle Hürden wie fehlende Anreizsysteme, unzureichende Förderlogik und die Lücke zwischen Forschung und Markt, „Valley of Death“, diskutiert.
Natürlich gibt es auch praxisnahe Einblicke in den Aufbau erfolgreicher Innovationsökosysteme sowie konkrete Ansätze, wie Wissenschaft, Wirtschaft und Politik besser zusammenwirken können.
Die wichtigsten Botschaften:
• Innovationen scheitern selten an Ideen, sondern am System. • Deutschland hat kein Erkenntnis-, sondern ein Umsetzungsproblem. • Transfer darf kein Gegensatz zu exzellenter Forschung sein. • Projektförderung reicht nicht aus, wichtig sind nachhaltige Strukturen. • Unternehmen brauchen Planbarkeit, um in Innovationen zu investieren. • Der Transfer benötigt eine stärkere Lobby und klare Verantwortlichkeiten.
Wir wünschen wieder viele informative Ein- und Ausblicke.Und: Komm gerne mit uns ins Gespräch!Wir freuen uns, wenn dir unser Podcast gefällt und über Likes, Teilen und Abonnieren.
Fragen, Anregungen, Themenwünsche für weitere Folgen gerne per E-Mail an: transfer.iei@uni-bayreuth.deHost:
Host: David Eder, Transfer- und Innovationsmanager beim Institut für Entrepreneurship und Innovation, Universität Bayreuth https://www.linkedin.com/in/david-eder-77236a121/https://www.iei.uni-bayreuth.de/de/index.html´
Gast: Stefan Gross-Selbeck, Unternehmer, Berater https://www.linkedin.com/in/stefan-gross-selbeck/
Moderation: Birgit Eschbach, Studio Venezia https://www.linkedin.com/in/studiovenezia/?originalSubdomain=de
Dieser Podcast ist eine Produktion von STUDIO VENEZIA – the podcast company: https://www.studiovenezia.de/
Transkript anzeigen
00:00:05: Herzlich willkommen bei Zeit für Zukunft.
00:00:08: Schön, dass du dir Zeit nimmst für Geschichten des Gelingens durch regionale Innovationsökosysteme.
00:00:13: Freu dich auf starke Impulse für eine gute Zukunft!
00:00:22: Stell dir vor in einer Region entsteht eine Idee vielleicht an einem Labor, vielleicht einen Start-up, vielleicht auch in einem mittelständischen Unternehmen und diese Idee könnte die Art verändern wie wir leben, wie wir arbeiten oder auch Wirtschaften.
00:00:38: Aber sie schafft es nie aus ihrem Ursprung raus.
00:00:43: Nicht weil sie schlecht ist, sondern weil das Umfeld fehlt, dass sie wachsen lässt.
00:00:48: Innovationen – und das haben wir jetzt ja auch in den vergangenen Podcast-Folgen schon gesehen – scheitern selten an der Idee, sondern sie scheittern oft am System.
00:00:57: Und genau darüber sprechen wir heute!
00:01:00: Herzlich willkommen zur Zeit für Zukunft dem Podcast über regionale Innovations-Ökosysteme.
00:01:07: Heute geht es um die Frage, was braucht es damit Innovationen nicht nur entstehen sondern Wirkung entfalten?
00:01:14: Wir haben heute zwei spannende Gäste, die Innovation aus unterschiedlichen aber sich ergänzenden Perspektiven betrachten.
00:01:21: zum einen wieder einmal David Ederdavid ich freue mich riesig dass du dabei bist von der NUL Bayreuth.
00:01:27: Hallo
00:01:28: David und Du hast dir im Grunde genommen ein Gast eingeladen den du sehr spannend findest, nämlich Stefan Großselbeck.
00:01:35: Also auch ein freundliches Hallo nach Berlin!
00:01:38: Ist das richtig?
00:01:38: Stefan wo sitzt du heute?
00:01:40: Potsdam und genau zu sein hallo.
00:01:42: Potsdamm ja da ist er noch schöner wunderbar.
00:01:47: Stefan du kommst aus der Wirtschaft und bist jetzt in diesem Thema Innovationsökosysteme Förderungen.
00:01:55: Erzähl uns kurz wie ist dein Weg gewesen?
00:01:57: Wie bist du dahin gekommen?
00:01:58: Wo du jetzt bist und was machst du?
00:02:00: Ja, ich bin heute selbstständig.
00:02:02: Berate Gründer, CEOs von Technologieunternehmen die meistens so in Wachstums und Skalierungsphasen sind.
00:02:09: Und der Grund warum mich das heute machen kann ist ja dass das ist was ich eigentlich wesentlich in meinem Berufsleben gemacht habe.
00:02:15: also wie du gesagt hast Ich war Bin in der Wirtschaft.
00:02:18: Ich war im Management für unterschiedlichen Technologie-Unternehmen bei eBay lange.
00:02:24: Ich hab Xing heute New Work ein paar Jahre geführt als CEO war dann einige Jahre in Unternehmensberatung bei der Post & Consulting Group und habe auch da mich immer mit neuen Technologien beschäftigt.
00:02:35: Also wenn man das auf Innovation runterbrechen will, ich war sozusagen immer zuständig ganz am Schluss... ...in der letzten Phase, in der Skalierungsphase von Innovationen.
00:02:44: Und das färbt sicherlich meinen Blick auf das Thema!
00:02:47: Ja super weil es ist ja genau das worüber wir sprechen wollen dass wir sagen wie schaffen wir es denn jetzt also wirklich dann auch groß wird?
00:02:55: Nicht hängen bleiben in den Garagen oder in den Schubladen.
00:02:58: Stefan, was ist denn jetzt so für dich der größte Hebel?
00:03:01: Wie kann es gelingen und wie hat's bei dir in der Vergangenheit geklappt?
00:03:05: Also das Problem ist ja seit vielen Jahren echt gut beschrieben und auch vielfach analysiert.
00:03:10: wir haben da wirklich in Deutschland kein Erkenntnisproblem.
00:03:12: also wir wissen Wir haben eine wirklich gute wissenschaftliche Landschaft mit einem aus differenzierten System Mit ganz unterschiedlichen Playern Universitäten außer universitäre HAWen und so weiter.
00:03:26: Die sind auch eigentlich gut gefandelt, also man kann es kann alles noch ein bisschen mehr sein und die Ziele sind noch aggressiver.
00:03:31: aber im internationalen Vergleich kann man eigentlich nicht sagen dass wir deutlich unterinvestieren in diesen Bereich.
00:03:37: Die produzieren auch eigentlich gute Ergebnisse wenn man sie an dem misst wie man so Forschungsergebnisse misst also insbesondere Publikation etwa.
00:03:45: Aber woran ist H-Part?
00:03:46: Ist das wir nicht gut darin sind diese in der Wissenschaft gewonnenen Erkenntnisse und Einsichten und neuen Technologien in Wertschöpfung umzusetzen.
00:03:55: Also irgendwie daraus, ja wirtschaftliches zu schaffen Arbeitsplätzeproduktionen neue Produkte neu Dienstleistungen und so weiter daran haben ist das wissen wir seit vielen Jahren und es eigentlich nichts Neues.
00:04:07: Das ist ja ungefähr so wie bei mit dem abnehmen.
00:04:09: Wir wissen irgendwie dass Prozene immer am Abend besser ist und das ist schön wenn man morgens nüchtern joggt und nicht nach dem ersten Croissant.
00:04:17: aber auch da ist es auf das Umsetzungsproblem.
00:04:20: David Stephan hat jetzt gerade gesagt, die sind eigentlich ganz gut ausgestattet.
00:04:23: Die Hochschulen sehe ich da ein breites Grinsenkanzler das bestätigen seid ihr im Großen und Ganzen zufrieden mit dem was ihr an Mitteln zur Verfügung bekommt und bekommt ihr auch Gelder für diesen Transfer also damit dass gelingen kann mit der Wertschöpfung?
00:04:41: Ja, das ist eine super spannende Frage und ich glaube, ich stimme da auf jeden Fall in Stefan zu.
00:04:45: Deutschland braucht dringend mehr Mut auch zur Innovation denn es scheitert nicht an dem klugen Köpfen die wir haben den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die tolle Dinge erfinden Probleme lösen und die dann aber schlussendlich, aber auch meist versteckt in Publikationen in ihrer Wissenschafts-Community bleiben.
00:05:06: Weil sie eben dafür kein Incentive bekommen und keine Anreize haben das darüber hinaus weiterzudenken.
00:05:11: Und diese Solbruchstelle, die da entsteht ist System Immanent.
00:05:16: Da wollen wir ansetzen dass wir nicht sagen mal die Universität Bayreuth als Beispiel umkremmeln und sagen jetzt alle Wissenschaftlerinnen müssen jetzt ein Start-up gründen oder sie müssen mit Unternehmen gemeinsam Innovationen zu machen.
00:05:30: Dieser Druck führt ja auch nicht zum Ziel, dass da mehr Innovation in die Wertschöpfung und in die Skalierung kommen.
00:05:37: Wesentlich ist aber wenn wir jetzt so was anschauen haben wir denn überhaupt Anreizsysteme, die das möglich machen?
00:05:42: Da sind wir denke ich auf der Fläche nicht gut ausgestattet.
00:05:46: also auch was die regulatorischen Bedingungen hergeben Da sind die auch schon ein bisschen alleine gelassen, selbst kreativ zu werden.
00:05:58: Manches werden das sicherlich und sagen okay das ist ein strategisches Element dass wir umsetzen wollen.
00:06:04: Das haben wir in der Uni Bayreuth eben angegangen.
00:06:06: Das machen wir jetzt schon seit knapp zwölf Jahren um das umzusetzen.
00:06:10: Und das geht dauert eben auch so lange.
00:06:12: Sicherlich es gibt auch gute Beispiele in Deutschland denen das oft schneller geht.
00:06:15: was wie jetzt in Heilbronn was entsteht?
00:06:18: oder?
00:06:18: wir sehen ja auch die Unternehmertumin München hat auch sehr lange gebraucht, aber das wird auch immer besser.
00:06:24: Aber ich würde sagen insgesamt ist der Transfer deutlich noch unterfinanziert, wobei es da tatsächlich auch gute Leuchtturmprojekte gibt.
00:06:32: Die Innovative Hochschule beispielsweise als sehr starke Förderung die wir auch genießen war für uns eigentlich eher der Enabler dieser Push den wir gebrauchen haben um überhaupt in diese Richtung gehen zu können.
00:06:45: Eines dieser Projekte aus der Innovativ- und Hochschule ist ja auch der Podcast, der genau dieses Stil hier verfolgen soll.
00:06:51: Und zu sagen jetzt gehen wir mal mit ein paar Beispielen raus und zeigen das.
00:06:54: Da waren jetzt aber gerade zwei Sachen drin, zwei Antworten drin.
00:06:57: Das eine ist dass du sagst diese Inzentibierung fehlt.
00:06:59: also was habe ich denn jetzt konkret als Wissenschaftler davon?
00:07:02: Dass ich sage Ich gehe die sehr extra malig mache da jetzt was weil mein Tag ist ja nun auch durchaus so ausgefüllt.
00:07:09: Ja, der ist ja... Ich habe jetzt zu tun.
00:07:11: Das ist das eine die Incentivierung.
00:07:13: und dann hast du gerade von Regularien gesprochen?
00:07:14: Da ging bei mir ein bisschen die Nackenahre hoch.
00:07:16: Brauche ich dafür noch mehr Regularien oder brauche ich Leitfäden?
00:07:20: Brauch ich etwas was durchgängig ist, was an alle Hochschulen geht Stefan?
00:07:26: Du vertrittst hier auch diese These dass es an diesem Transfer scheitert und uns das hemmt.
00:07:33: Wie kann das gelingen, dass wir die Wissenschaftler Dazu bekommen nicht jedes Mal selber, dass jeder Einzelne für sich anfängt darüber nachzudenken.
00:07:42: Man könnte ja mal so ein Programm machen das die Studenten mit den Unternehmen zusammenarbeiten in einem kleinen Projekt oder wir hier mal einen Denkraum oder eine Schraubraum machen wo sich Wirtschaft und Wissenschaft trifft.
00:07:56: was braucht es da deiner Meinung nach?
00:07:59: Ja also das Problem Da wird ja schon gut beschrieben.
00:08:02: Also wenn du heute ein junger Wissenschaftler, eine junge Wissenschaftlerin bist und du fragst einen erfahrenen Professor oder Professorin was muss ich eigentlich tun um Karriere zu machen in der Wissenschaft?
00:08:15: Dann wirst Du aller Wahrscheinlichkeit nach zur Antwort bekommen besorg Dir meine DFG Förderung!
00:08:20: Besorg Dir eine DFG-Förderung und geh mal richtig in die Grundlagenforschung und mach mal ne richtig gute Publikation.
00:08:26: Das ist in Deutschland nach wie vor ganz überwiegend die Art und Weise, wie man eine akademische Karriere macht.
00:08:33: Das mit dem Entschuldigung, wenn ich dich ganz kurz unterbreche das mit dem... Und dann machst du ne Publikation dazu?
00:08:38: Dann gehst du in die Grundlagenforschung verstehe ich.
00:08:40: Ganz kurz noch für unsere Hörer was ist die DFG-Förderung?
00:08:43: Die deutsche Forschungsgemeinschaft ist die zentrale Institution über die viel der deutschen Forschungsförderung abgewickelt wird.
00:08:51: Die kriegt viel Geld vom Bund und auch von den Ländern, und verteilt dann in Anführungsstrichen dieses Geld an die Forschenden.
00:08:57: Da kann man sich bewerben, Anträge stellen... Und die macht das in vielen sich hervorragend!
00:09:01: Also das bitte jetzt nicht als Kritik verstehen, Ein Exzellenzbegriff, den wir in der Wissenschaft ja sehr stark pflegen.
00:09:09: hier in Deutschland hat die wirklich mit geprägt und pflegt denen.
00:09:13: Und vieles was aus der deutschen Wissenschaft herauskommt an erfolgreichen tollen neuen Erkenntnissen wird DFG gefördert.
00:09:21: also das ist eben das Tolle.
00:09:23: eine DFG fördern zu bekommen ist ein Gütestempel in Deutschland.
00:09:27: Also wenn du eine DFG-Förderung bekommen hast, dann heißt es im Zweifel, du bist richtig gut in dem was du da gemacht hast denn das ist eben nicht einfach eine solche Förderung zu
00:09:34: kommen.
00:09:36: So.
00:09:36: aber dann ist natürlich die Frage nach welchen Kriterien wird denn jetzt da werden der Fördergelder vergeben?
00:09:42: und wofür bekommt man am Ende des Tages als angehender Wissenschaftler wirklich sagen mal positives Feedback?
00:09:49: Woher kommen die Impulse, die dann dazu führen dass sich beruflich persönlich weiterentwickeln kann, dass man Karriere machen kann.
00:09:57: Dass man eben erfolgreich ist?
00:09:59: und da ist es nach wie vor so, dass wir im deutschen Wissenschaftssystem auch im Vergleich zu anderen eine gewisse Unwucht haben weil wir sehr großen Wert legen auf die am Ende dann in einer Publikation sich manifestierenden Forschungsergebnisse.
00:10:16: aber wir interessieren uns relativ wenig dafür und wenn du es doch tust bekommst du halt wenig gutes Feedback sich dafür zu interessieren, was denn nach hinten heraus mit diesen Ergebnissen eigentlich passiert.
00:10:27: Wahnsinn!
00:10:27: Wahnsinn... Man muss
00:10:29: doch etwas zuzuspitzen.
00:10:31: wir neigen manchmal dazu eine Diskrepanz oder ein Widerspruch aufzumachen zwischen der Exzellenz der Wissenschaft und dem Transfer Und wir tun so als habe das eine mit dem anderen eigentlich nicht zu tun oder als sei es sogar ein Wiederspruch.
00:10:47: Also hat man es überspitzt gesagt, wenn ich top Wissenschaft machen will dann kann ich mich nicht auch noch um den Transfer kümmern.
00:10:53: Und dieses Denken ist eigentlich genau das was wir überwinden müssen und es gibt da auch ganz tolle Untersuchungen und Gutachten die zeigen die richtig guten Wissenschaftler machen in der Regel auch richtig gut ein Transfer.
00:11:05: also diesen Widerspruch gibt es eigentlich in der Form gar nicht aber er ist in vielen Köpfen verhindern und dass müssen wir eigentlich überwenden.
00:11:12: Jetzt ist das so verrückt.
00:11:14: Du kommst aus der Wirtschaft, ich komme aus der Wirtschaft.
00:11:16: Wir würden dir bei allem was wir machen wenn wir nicht nach hinten raus die Ergebnisse bringen den Kopf abgehakt bekommen.
00:11:22: also das ist doch dass das alle entscheidend sind dass ich sage Was habe ich denn jetzt davon?
00:11:27: Jetzt hab' ich da super geforscht hab' da Jahre investiert getan und gemacht.
00:11:30: müssen wir nicht drüber sprechen ob die Publikationen auch das richtige Mittel sind?
00:11:34: ja im Jahr zwanzig sechsundzwanzig.
00:11:37: Aber da geht es eben darum, ich stehe irgendwo drauf.
00:11:40: Da ist mein Name und das Thema drin.
00:11:42: Und dann ist das Hochschul intern möglicherweise sehr hoch zu bewerten.
00:11:47: Wenn ich kurz einhaken dachte... Ich will jetzt gar nicht runterreden.
00:11:52: also wenn ich eben Wissenschaftler bin, dann sind Publikation die Währung!
00:11:55: Also das ist dann eben das Maß der Dinge.
00:11:58: Deswegen kann man dem Einzelnen das auch gar nicht vorwerfen.
00:12:02: Auch gerade die Nachwuchskräfte wieder herangeführt werden, um an den Ball bringen.
00:12:06: Publikation ist die Währung und Karriere zu machen.
00:12:08: Ja, es soll dann der Einzelne wirklich sagen das ist mir jetzt egal ich breche da aus.
00:12:12: Das ist eben nicht so trivial.
00:12:13: also und es wäre jetzt ja auch falsch hinzugehen und zu sagen die Wissenschaft muss sich jetzt am Ende nur noch daran messen lassen dass vielleicht ihre Erkenntnisse auch nachher zu irgendeinem wirtschaftlichen Gewinn führen.
00:12:23: das wäre natürlich auch völlig falsch.
00:12:25: Aber dieser scheinbare Widerspruch zwischen erfolgreichem Transfer und exzellenter Wissenschaft, den muss man eigentlich adressieren.
00:12:34: Weil denen gibt es eigentlich nicht!
00:12:36: Und so zu tun als sei Transfer etwas was sozusagen weniger wertig sei, wissenschaftlich gesehen weniger wert ich sei als die eigentliche Erkenntnis in ihrer Publikation das ist ein nach wie vor weit verbreiteter Gedanke oder ein weitverbreitetes Teil unseres Wissenschaftssystem und da müssen wir ran.
00:12:57: Das ist übrigens nicht meine Erkenntnis, sondern das kann man nachlesen in gut achten des Wissenschaftsrats also der beschreibt das sehr klar.
00:13:04: Und dann muss man ansetzen.
00:13:05: wenn du jetzt ich komme eben von außen jetzt in diese in die Welt hinein Muss dazu sagen wie komme ich eigentlich da rein?
00:13:11: Ich hatte vor ein paar Jahren schon wieder ein paar Jahre her hatte ich die die Ehre die Grundungskommission der dati zu leiten.
00:13:18: Dati, das war diese deutsche Agentur für Transfer und Innovation dieses Projekt die hat ja nie das Licht der Welt erblickt.
00:13:25: Das war ein Projekt der vorangegangenen Bundesregierung in der Ampelregierung und die Idee war eine dedizierte neue bundeseigene Agentur in die Welt zu bringen.
00:13:36: zur Gründen die dedizierten Auftrag hat den Transfer in Deutschland voranzubringen.
00:13:41: Und in dieser Rolle, in diesem Ehrenabend habe ich sehr viele Gespräche geführt und bin sozusagen von außen in dieses System reingekommen.
00:13:48: Das kann ja manchmal helfen wenn man da sozusagen auch mit einem gewissen naiven Blick rangeht und dann hat er eben festgestellt eigentlich aber kein Erkenntnisproblem wie so oft in diesem Land.
00:13:57: Wenn das gemacht werden muss wir müssen es jetzt ins Doing kriegen und dafür wäre die Date meine Sachen ist ein interessantes Instrument gewesen.
00:14:05: Jetzt kommt's nicht oder so kommt es nicht.
00:14:07: Aber das Problem bleibt natürlich bestehen.
00:14:09: An dem
00:14:09: Punkt würde ich nur ganz kurz einhaken, weil das... Vom paar Tagen hast du ja bei LinkedIn einen Beitrag geschrieben und da ist mir Einsatz besonders hengeblieben.
00:14:16: Du hast gesagt, geschrieben nicht Transfer als Stadtexzellenz sondern Transfer als Exzellenze Und das beschreibt eigentlich genau das Problem und auch die Antwort.
00:14:26: in einem Bisher ist es so dass Forschung, Lehre und Transfer drei nebeneinander stehende Säulen sind Bei der Transferjahr als dritte Säule dazugkam.
00:14:37: Also Forschung und Lehre gab es vorher schon, dann kam Transfer dazu.
00:14:41: Und wie bei vielen anderen auch – das kennt man vielleicht aus dem persönlichen oder auch dem beruflichen – wenn was neu ist dazukommt, was eigentlich gar nicht so erstmal ein Unbekannte ist, dann fühlt sich dies eher so wie ein Fremdkörper an.
00:14:53: Ich habe so ein bisschen das Gefühl dass der Transfer die Krankheit hat in Deutschland, dass er sich als Fremddkörper wahrgenommen wird, Ähnlichen, ähnlichen Mitteln wie in der Forschung und Lehre war das ja bekannt.
00:15:09: Versucht wird so ein bisschen nahbar zu werden oder auch für die Wissenschaftskommunität auch erlebbar zu werde.
00:15:15: Und da gibt es ja einen Phänomen dass mich jetzt die letzten Jahre auch sehr begleitet hat Die sehr stark mit dem Begriff Innovations-Ökosystem verwandt ist.
00:15:24: Denn ihr habt uns mal überlegt was eigentlich kein Innovationssystem ist.
00:15:29: oft, wenn solche Forderungen, so Förderkreus ausgegeben werden.
00:15:33: Dann wird er oft dazu geschrieben ja man soll auch innerhalb der Forderung ein Innovations-Ökosystem aufbauen oder die Forderungs an sich ist schon ein Innovierungs-Öko-System und da sind ja auch solche Förderungen per se kein Innovationsökosystem.
00:15:47: Und auch gerade beispielsweise, wenn man sich anschaut was daran passiert, da werden Netzwerke aufgebaut, da bestimmte Teilaspekte beleuchtet, aber das hat einen Ende.
00:15:57: Diese Forderung hat ein Ende des Konsortiums was sich dort gebildet hatte und danach ist meistens... Das habe ich schon so oft erlebt.
00:16:05: wenn diese Forderungen ausläuft dann ist das Thema weg, dann ist der Konsortium weg Dann ist das Konstrukt weg, da hat man etwas erreicht Aber es kann nicht weitergeführt werden weil kein System hat an dass sich das irgendwie aufbauen lässt.
00:16:20: Und dann wurde was gefördert und es war sicherlich auch gut Aber es geht nicht weiter.
00:16:25: Und deswegen ist die Frage, die sich immer ein bisschen auch mir immer stellt, ist das jetzt was da entstanden ist?
00:16:31: Ein Ökosystem?
00:16:32: oder ist das nur zur Forderung gewesen?
00:16:34: und ich glaube also zumindest für uns auch im Bayreuth war so wir haben die Innovativ Hochschule, ich habe sie eingangs erwähnt, genutzt um einen Innovations-Ukosistem aufzubauen.
00:16:43: Wir hoffen, nein nicht wir hoffen sondern wir arbeiten jeden Tag daran dass wenn diese Forderungen ausläuft, dass das bestehen bleibt Und das ist eigentlich nicht nur das Ziel, sondern die Mission.
00:16:55: Deswegen ist es das was wir da tun den Transfer als nicht dritte Säule, sondern eben als Teil von Lehre und Forschung zu etablieren.
00:17:04: Eigentlich die Aufgabe so ein Ökosystem im aufzubauen um Innovation möglichzumachen.
00:17:09: Da wird jetzt halt auch wirklich sehr, sehr idealistisch und enthusiastisch unterwegs.
00:17:14: Es gibt das gleiche Phänomen in den ganzen Wirtschaftsförderungen – wir haben das ja in den Corona-Jahren gesehen -, wo die auf einmal alle da standen und haben gesagt «Huch!
00:17:22: Wir müssen jetzt mal was anderes machen als bei den Bauern Land zu sammeln und neue Gewerbeflächen auszusuchen.».
00:17:28: Sondern es ging auf einmal darum wie kann ich die deutsche Wirtschaft retten durch diese schwierigen Zeiten?
00:17:35: Und da sind Förderungen ausgegeben worden ohne Ende.
00:17:39: Kaff ist ein Co-Working Space in irgendeinem Bahnhof entstanden und sobald die Förderung aus war um zu sagen hier könnt ihr euch treffen, hier findet Vernetzung statt.
00:17:47: Hier kommt dann vielleicht auch in diesen Bahnhof die Hochschule also werden das ja bergisch land als Beispiel und so bald es vorbei ist ist keiner mehr dafür verantwortlich weil es hat ja keiner mehr den Hut auf.
00:18:00: Dann ist das Geld weg der Co- Working Space wird zugemacht Die Fancy Aufkleber davon gemacht und ab morgen einen Leerstand.
00:18:10: Das ist ja bei euch wirklich dieses Phänomen, dass ihr dafür brennt und es gibt Sicherheit auch noch in anderen Orten.
00:18:17: gar kein Thema.
00:18:18: aber für mich stellt sich dann jetzt doch die Frage wenn's die Förderungen alleine nicht sind.
00:18:23: Dann möchte ich nochmal auf diese Regularien kommen.
00:18:25: brauchen wir brauchen wir da für mehr Regularien?
00:18:30: Bevor wir?
00:18:30: darf ich nochmal bei der Förderung eingreifen weil der David schon super wichtigen Punkt aufgemacht.
00:18:35: also hier Man unterscheidet jetzt zwischen Projektförderung und institutioneller Förderung.
00:18:40: Also Projektfördern, die hat eben Anfang und Ende.
00:18:43: Und eine institutionelle Fördering heißt ich fördere was Dauerhaftes.
00:18:47: Und diese Unwucht von der ich gesprochen habe also dieses dann mal Ungleichheit mit Bezug auf den Transfer zeigt sich an vielen Stellen unter anderem in der Förderungen.
00:18:58: Wir haben zu wenig institutionelle Förderung.
00:19:00: von solchen Transferinstitutionen sag' ich jetzt nicht.
00:19:04: Insofern ist das Beispiel von David schon ein sehr relevantes Beispiel.
00:19:07: Das haben wir an ganz vielen Stellen, natürlich gibt es Transferprojekte.
00:19:10: die haben dann Anfang und haben sind Ende.
00:19:11: wenn sie vorbei sind bricht alles wieder auseinander.
00:19:14: Und das ist natürlich für den Transfer besonders tragisch weil natürlich Transferstrukturen über Zeit wachsen müssen eben Ökosystemen immer Zeit wachsten müssen und Die können nicht in Anfang und Ende haben.
00:19:25: und dann kann man erwarten dass Es einfach so weiterläuft denn die braucht eine dauerhafte Struktur Eine Dauer hafte.
00:19:30: er brauchen dauerhaft Ressourcen einfach für immer die auch herkommen mögen.
00:19:34: Und das ist eine dieser Unwuchten.
00:19:36: Was mir da ganz deutlich geworden ist, auch in der Arbeit in dieser Kommission war dass am Ende der Transfer in Deutschland keine ausreichende Lobby hat.
00:19:47: Es gibt einfach keine Interessenvertretung wirklich für den Transfer.
00:19:54: Natürlich gibt es einen Wissenschaftsrat, der sich dafür interessiert und über den Transfer schreibt Aber am Ende ist er jetzt nicht Lobby, sondern ein Transfer.
00:20:03: Natürlich gibt es die HAW, die sich gerade in der letzten Zeit stark für ein Transfer gemacht haben.
00:20:08: Also HAW ist vielleicht auch kurz für die Hörer Hochschule für angewandte Wissenschaften.
00:20:14: Früher hat man gesagt Fachhochschulen heute heißen sie HAW.
00:20:17: Die haben ihre eigenen Interessensvertretungen, die haben sich in den letzten Jahren stark für Transfers engagiert.
00:20:23: Haben die sich jetzt eigentlich vor allem deswegen für Transfer engagiert, weil sie sich wirklich für Transfer interessieren?
00:20:28: Oder war das für die auch ein Vehikel um ihre durchdurchsberechtigten Interessen an zuherziger Förderung umzusetzen?
00:20:35: Fragezeichen.
00:20:36: Aber am Ende sind die eben auch an ihrer eigenen Förderungen interessiert und nicht per se an Transfer.
00:20:41: Und es ist halt immer einfach so in diesen manchmal schwierigen Diskussionen um Gelder, die immer knapp sind.
00:20:47: Um Förderung und Programme.
00:20:49: Da treten eben Interessenprallen da aufeinander und diesen vertreten durch teilweise hochprofessionell organisierte Interessensvertretungen und der Transferien hat keine Interessenvertretung.
00:20:59: Und im Nachhinein ist das für mich ein wesentliches Argument gewesen.
00:21:02: für eine Institution wie jetzt die DATI... Die kann man ja anders nennen, die Dati ist bürtisch tot, verstehe ich Aber eine institutionelle Lösung, die sagt ich bin dafür verantwortlich nicht nur um hier und da Fördergelder zu verteilen.
00:21:14: Das muss man auch tun Sondern Ich Bin Dafür Verantwortlich Strategisch Dafür Zu Sorgen Dass wir Die Rahmenbedingungen Darf Wir schaffen dass Diese Dritte Säule also Neben Forschung und Lehre Auch der Transfer Nachhaltig Überall Da Abgebildet wird Wo Es Wichtig ist zum Beispiel in der förderpolitik Zum Beispiel In Der Institutionellenförderung zum Beispiel In Den Auswahlkriterien Für Förderung zB Berufungskriterien und so weiter und sofort.
00:21:40: Und da komme ich jetzt eben auch aus meiner Perspektive, also in der Wirtschaft ist es eben so wenn du eine Veränderung vorn treiben willst, wenn du sozusagen neues Produkt hast das auch irgendwie im neuen Markt reingehen soll und irgendwie auch ein anderer Art des Arbeitens erfordert.
00:21:56: ja dann wirst du im Zweifel nicht neue Abteilungen irgendwo dranhängen sondern dann machst du ne Ausgründung Und schaffst eine entsprechende Organisation, die auf dieses neue Ziel ausgerichtet ist.
00:22:07: Das scheint mir angesichts der wirklich fundamentalen Bedeutung dieses Thema hat, scheint mir das eine gute Idee zu sein und war das meines Erachtens eine gute Ide, das anzugehen?
00:22:17: Und dass der Bund sowas im Prinzip auch kann – das hat er gerade bewiesen mit der Sprint, die er nun einen anderen Fokus hat, einen noch spitzeren Fokus nämlich auf Sprunginnovation.
00:22:28: Aber die zeigt ja nun, also das ist alles noch früh und diese Innovation müssen am Ende noch beweisen, dass sie wirklich dann erfolgreich sind.
00:22:36: Aber in der Prozessinnovation und Förderungs-Innovation den hat die Sprinch nun wirklich schon geliefert.
00:22:42: Insofern auch der Staat kann innovativ sein und auch für den Staat gelten aber am Ende ähnliche auch, ich sage mal organisatorische Gesetzmäßigkeiten wie zum Beispiel wenn ich wirklich neue Wege gehen will?
00:22:55: Dann muss sich manchmal auch organisatorisch neuwegegehen.
00:22:58: Ich glaube beim Transfer wären wir mit einer solchen Lösung auch echt gut bedient.
00:23:04: Wenn doch hier in Hochschule jetzt sagt, okay wir haben daran geforscht.
00:23:14: Wir haben ja alles gemacht.
00:23:15: Hier bitte hier ist das also was habe ich jetzt noch mehr davon dass damit etwas passiert.
00:23:20: aber die der Trans der Transfer benennen wir ihn transfernehmer Der hat ja der kann ja sagen hey das hilft mir echt damit beim.
00:23:29: du hast gerade ein Beispiel gebracht da ist ein Konzern Die machen eine Ausgründung einer Innovation und Jetzt brauchen sie dann den support Und Dann Kann Da Was Passieren Dann Kann dieses skalieren, von dem wir auch Eingangsgesprochen haben stattfinden.
00:23:41: Muss die Lobby nicht vielleicht sogar daher viel mehr kommen?
00:23:43: Weil hey also jetzt weitere Menschen wie David und Petra zu finden ist das eine aber so richtig was aus Herum-und-Ehrer können sie haben ja nicht davon.
00:23:52: Die Wirtschaft hat etwas davon.
00:23:53: Ja die Wirtschaft kommt dann ja auch ins Spiel Aber die kommt halt doch ein bisschen später ins Spiel.
00:23:57: Also Wirtschaft heißt hier in dem Fall vor allem mal so Risikokapitalinvestor und Venture Capital.
00:24:02: Ja die können irgendwann ins Spiel und finanzieren Startups also Ausgründungen, Gründungen die noch in einer früheren Phase an den Markt gehen und versuchen da neue Produkte, neue Businesses zu entwickeln.
00:24:20: Davon sprechen wir jetzt aber nicht.
00:24:21: Wir sprechen jetzt von einer Phase, die noch davor liegt.
00:24:24: Also man spricht ja so von Technology Readiness Levels mit denen man so beschreibt Wo steht so eine Entwicklung?
00:24:32: Also wirklich von der frühen Idee nachher bis zur Skalierung im Markt.
00:24:35: Das spricht man von neuen verschiedenen Levels, TRL eins bis neun und die Wirtschaft kommt dann irgendwann so bei acht, neun ins Spiel.
00:24:44: Die Forschung
00:24:46: ist
00:24:46: vielleicht so bei Eins, zwei, drei ja.
00:24:48: So Und dann kommt der mittlere Bereich so vier fünf sechs und da ist die eigentliche Lücke.
00:24:53: Alles klar wo die klassische Forschungsförderung nicht mehr so richtig greift Und die Wirtschaft noch nicht greift, weil es für sie noch zu früh ist.
00:25:04: Ja,
00:25:04: ja, ja.
00:25:05: Okay, spannend!
00:25:07: Dieser Paradigmenwechsel, der da stattfindet bei Sprint und jetzt auch bei Dati dieses Rally of Deaths, das man ja dieses Tal des Todes nennt, das sollte helfen, das zu überbrücken also zwei Welten miteinander zusammenzubringen Also die Wirtschaft, die das später in einer Verwertung dann eben braucht und eben die Wissenschaft, die die guten Ideen hat.
00:25:29: Ich glaube aber tatsächlich mit meiner täglichen Arbeit ist es auch so, dass diese Brücke ja damit überwunden werden kann indem man beispielsweise die Wirtschaft viel früher einbindet in die frühen Phasen der Entwicklung.
00:25:44: Bedürfnisse, ihre Technologien, ihre Anwendungen und auch die Trends, die es vielleicht auch im Markt gibt.
00:25:51: Das ist ja nicht immer nur eine einseitige oder Einbahnstraße sondern das geht ja auch in die andere Richtung.
00:25:56: Kundenbedürfnisse ändern sich ja nicht nur weil die Wissenschaft sagt sie ändern sich, sondern die ändern sich weil die Menschen das anders annehmen und wahrnehmen Und deswegen ist bei uns beispielsweise Unternehmen frühphasig mit reinzunehmen, auch andere Gründungen Start-ups rein zu nehmen.
00:26:13: Ein wesentlicher Bestandteil um diese Brücke auch ohne Dati zu schließen und anders so natürlich auch wir nehmen die Wissenschaftler auch mit in die späteren Phasen damit sie sehen welche Auswirkung hat das eigentlich?
00:26:25: Wo kommt das eigentlich an?
00:26:27: Weil Sie entwickeln was im Labor, im Labor Maßstab und übergeben das an die Wirtschaft meistens durch ein Patent oder indem Sie sich daran beteiligen aber Sie haben eigentlich tatsächlichen Ausrollen des Ganzen eigentlich meistens gar nichts mehr zu tun oder erst kriegen.
00:26:44: Das ist auch etwas, was wir versuchen diese Brücke selber zu schlagen indem wir beide Welten so miteinander zusammenbringen dass diese Brücken gar nicht mehr so wahrnehmbar für sie.
00:26:54: natürlich das bleibt ein Tal des Todes.
00:26:57: aber unsere Aufgabe beispielsweise sind die beiden Seiten zu begleiten, wenn wir mal in diesem Tal sind.
00:27:04: Dass sie genügend Handwerkszeug dabei haben beispielsweise Seileverpflegung was auch immer dieser Metapher zu bleiben um durch dieses Tal auch durchzukommen.
00:27:13: Das gelingt nicht immer das System lässt es auch nicht immer zu.
00:27:17: aber wir versuchen da zumindest eine Antwort dazu geben und vielleicht auch nochmal zurück zum Thema Dati.
00:27:23: Was ist besonder aus meiner Perspektive?
00:27:25: Ist ja dass es einen Organisation gibt die die Organisierung von diesem Transfer vornimmt, also die orchestrieren lassen kann.
00:27:34: Und da ist natürlich zumindest jetzt aus meiner Wahrnehmung ein großes Missverständnis, dass jetzt beispielsweise die Dati bei der logischen Konsequenz es gibt einen hohen Grad der Anwendungen den man erreichen möchte und auch die Forschungsergebnisse kommen nicht in die Wirtschaft.
00:27:55: aber ich glaube, da gibt's einen großen Missmatch zwischen dem was gemacht werden könnte und eigentlich was jetzt gemacht wird.
00:28:03: Und das finde ich sehr schade, und ich glaube eine Antwort ist nicht dass man jetzt Dativaya von oben herab, dass man sagt okay wir machen da in der Organisation die es lösen kann und jetzt müsst ihr eigentlich ne Gegenbewegung geben so wie hier bei Speiräu, so adgalisches Dorf, die sagt ok dann nehmen wir das eben selber an die Hand.
00:28:21: wenn's das eben nicht gibt, dann müssen wir es selber machen.
00:28:24: dieser Weg ist steiniger aber ich glaub alternativlos.
00:28:27: David, wir haben jetzt ein paar Mal über Datie gesprochen.
00:28:30: Ich such gleich auch gerade mal die Podcastfolge raus und der wird das sich die auch nochmal hier erwähne aber müssen einfach noch einmal die Begrifflichkeiten erklären.
00:28:38: was ist dati?
00:28:39: Datis ist ja die deutsche Agentur für Transfern Innovationen und in der Folge Acht haben wir mit dem Professor Zabia vom Sprint drüber gesprochen.
00:28:49: Du hast sogar den Nummer im Kopf.
00:28:52: Das ist ja mega!
00:28:53: Ja, das
00:28:53: war meine erste Folge.
00:28:54: ich glaube die werde ich nicht so leicht vergessen und da war es auch klar.
00:29:00: Auch diese Organisationen brauchen wir als Universität oder Hochschule brauchen den Zugang und den Austausch mit beispielsweise einer Organisation wie Sprint.
00:29:09: wenn man gar nicht wissen was sie brauchen und wie die Schnittstelle aussehen muss dann kann ich denen beispielsweise jetzt ein tolles Team, etwas Disruptives, was dieses Potenzial im Hätte.
00:29:20: Aber ich weiß beispielsweise gar nicht wann kann ich die zur Sprint schicken?
00:29:25: Wann was brauchen sie?
00:29:27: Wie geht es da weiter?
00:29:28: und also all diese Fragen sind ja nicht per se geklärt.
00:29:32: Und wenn wir aber jetzt diesen Austausch nicht hätten dann würden beispielsweise die Teams aus Bayreuth gar nicht diesen Sprung schaffen, den die Sprint ja ermöglicht.
00:29:42: Und wir haben Gott sei Dank jetzt ein Team das diesen Sprungen gerade macht und daran kann man ganz gut sehen dass so einen Zusammenspiel auch mit solchen staatlichen Organisationen sehr hilfreich sein kann um aus sagen mal nicht nur aus München oder Berlin in dem solche Ökosysteme auch mit diesem Kapital schon gibt, dass das aus anderen Bereichen diese Innovationen auch skaliert werden können?
00:30:07: Ja!
00:30:08: Du sprichst genau die richtigen Punkte an, das ist eben genau dieses Stichwort Ökosystem.
00:30:14: Wir brauchten eben um wirklich Innovationen zu treiben.
00:30:17: Braust du ganz unterschiedliche Player auf Neudeutsch?
00:30:22: Also unterschiedliche Institutionen und unterschiedliche Menschen, die daran mitwirken.
00:30:26: Du brauchst eben die Forschenden und du brauchst die Unternehmer und die Gründer und du brauchst Investoren.
00:30:32: Du braucht auch hochspezialisierte Dienstleister, die dir bei den verschiedenen Themen, die da anstehen helfen.
00:30:38: Und es gibt aber eben auch eine Rolle für den Staat.
00:30:40: Also, auch wenn man sich zum Beispiel das Silicon Valley anschaut – das ist ja so ein bisschen die Mutter aller erfolgreichen Innovationsökosysteme -, da hat der Staat immer eine wichtige Rolle gespielt als Finanzierer, als Investor, als jemand, der da Geld reingibt, aber eben auf einer Art und Weise, die eben das Ökosystem befeuert möglichst ohne privates Kapital zu vertreiben und zu ersetzen.
00:31:05: und einen richtigen Weg zu finden, das ist glaube ich die Aufgabe.
00:31:09: Ich musste jetzt gerade an eine Folge denken, die haben wir mal mit dem Thomas Sattelberger aufgezeichnet da wird nicht bei euch im Ö-Reut aber im Wirtschaftswunder Podcast.
00:31:20: der ist verrückt geworden darüber.
00:31:21: Der hatte genau das vor dass das geschieht.
00:31:24: er ist aus der Wirtschaft in die Politik gegangen ist jetzt aber auch jemand, der wirklich ein Terrier ist und sich reinbeißen kann die Themen dem Gefallen.
00:31:32: Und dann ist er aber auch letztendlich daran gescheitert dass da diese politischen Machtkämpfe und jetzt geht hier was hin und da was hin?
00:31:39: Der Landesverband hat gesagt also entweder wird das jetzt gemacht oder nicht?
00:31:43: und wenn nicht bin ich wieder raus aus dem Laden.
00:31:48: Ja, und er ist ja einer der geistigen Väter dieses Datikonzept.
00:31:53: Da muss ich ihm dazusagen.
00:31:55: Das weiß natürlich die Datee Geschichte.
00:31:58: also das war eben ein Projekt dass der Sattelberger persönlich in den Koalitionsvertrag der letzten Regierung, der Ampelregierung hinein verhandelt hatte.
00:32:07: aber zusammen mit der Regierung ist auch dieses Konzept entsprechend untergegangen.
00:32:10: deswegen wird das Licht der Welt näher blicken.
00:32:12: Das ist auch okay.
00:32:13: Also Mundampfel schon weitermachen Aber das Problem ist ja nicht gelöst und deswegen müssen wir weiter darüber diskutieren, und weiterhin nach der richtigen Lösung suchen.
00:32:21: David wie ist dein Blick darauf dass wir die Wirtschaft dazu animieren können diese Lobbyarbeit zu tätigen?
00:32:30: Ja ich denke da gibt es eine neue Logik, die sich da etabliert aus dem Transfer oder in dem Transfer.
00:32:37: Wir haben gesehen, dass im Innovationsprozess wird immer der Kunde in den Mittelpunkt gestellt sollten die Unternehmen, die Start-ups und ihre Bedürfnisse und ihre Anforderungen in den Mittelpunkt gestellt werden.
00:32:49: Und das hat natürlich auch Implikationen.
00:32:50: Da ist meine Frage jetzt weil der Stefan ja aus der Wirtschaft kommt und sehr viel auch in diesem Bereich schon Erfahrung gesammelt hat und diese Welt eigentlich besser kennt.
00:33:00: Stefan was brauchen Unternehmen ganz konkret damit sie eben dieses Teil des Todes eben auch überschreiten?
00:33:07: Und mehr von Transfer und den Transferangeboten der Universitäten und der Hochschulen eben profitieren können.
00:33:13: Am Ende müssen Unternehmen immer aus einer Return on Investment Logik denken.
00:33:21: Das heißt, wenn sie Geld ausgeben muss irgendwie aus diesem Geld auch wieder was zurückfließen und zwar idealerweise ein bisschen mehr.
00:33:27: das ist der return das ist die logik von jedem wirtschaftlichen Unternehmen Und das gilt natürlich auch gerade für Investitionen in Innovation oder Forschung und Entwicklung.
00:33:36: und deswegen brauchen Unternehmen soweit es irgendwie geht möglichst viel Planbarkeit, Vorhersehbarkeit für diese Returns.
00:33:46: Und ich bin mir völlig im Klaren darüber, dass das totalem Gegensatz zu dem steht wie dann wirklich Forschung und Entwicklung funktioniert was oft schwer vor hersehber ist, was eben wenig planbar ist usw.
00:33:57: Das sind die eigentliche Herausforderungen die wir haben.
00:34:01: aber trotzdem wenn du mich jetzt so fragst was brauchen die Unternehmen?
00:34:04: Die brauchen möglichst viel Planbarkeit und Verhäsiberkeit von dem, was in ihrem Geld passiert.
00:34:11: Ja dann kann ich nur zustimmen.
00:34:13: Wir haben das in Bayreuth so gelöst, indem wir dieses Thema Verlässlichkeit in den Vordergrund gestellt haben also Strukturen aufzubauen die nicht nach einer Förderperiode im Weg sind sondern die wir auch nachhaltig anbieten können mit den Kompetenzen.
00:34:26: Wir bieten ja nicht irgendein etwas an sondern das was die Uni bayreuth beispielsweise sehr gut kann aus der Forschung aus der Lehre heraus unterstützen kann.
00:34:38: Also wir können ja nicht jedes Thema, aber in den Themen dem wir sehr gut sind eben aus der Forschung und aus der Lehre unterstützen das unter die Themen auch bei den Unternehmen ankommen und vor allen Dingen auch darüber hinaus dass es nicht versandet oder oft ist so man hat einen Thema mit einem Unternehmen Projekt vielleicht abgeschlossen Aber wer ist es dafür zuständig?
00:34:57: Vielleicht eine neue Herausforderung die dieses Unternehmen hat vielleicht zu adressieren vielleicht auch weitere Player dazu zu nehmen also diese Rolle die eine Universität per se nicht einnehmen kann, das zu organisieren.
00:35:09: Dafür müsst es an beiden Stellen also nicht nur bei den Unternehmen, die meistens solche Innovationseinheiten haben aber eben auch die Universitäten, die so eine Transferstelle eben besitzen, so eine Institutionen, die sich darum kümmert das zu organisieren weil das ist ja nicht ganz einfach sich in diesem ganzen Dschungel auch zurechtzufinden.
00:35:29: und einer Aspekte der bei uns jetzt auch beispielsweise sehr relevant ist Wir haben so viele unterschiedliche Institutionen an der Forschungsbereich usw.
00:35:38: Die ändern sich auch und da gibt es teilweise neue Ansprechpartner, das ist ein dynamisches System.
00:35:44: und sich in diesem System zurechtzufinden – das kann ein einzelnes Unternehmen gar nicht gewährleisten!
00:35:49: Woher denn?
00:35:50: Das ist ja ein bisschen die Aufgabe jetzt im Transferkontext, dass die Universitäten sich wandeln und sagen wir haben eine Art One-Stop Agents See, die sich dafür zuständig fühlt, dass man Unternehmen an die Hand nimmt Ja, Innovationsprozesse eben auch begleitet.
00:36:06: Das war jetzt gerade auch so mein Gedanke dass man sagt es muss irgendwo genau dazwischen sein und auch außerhalb der Hochschulen eben als eigenständiges auch wirtschaftlich operierende Einheit.
00:36:15: das könnte so ein Ansatz sein.
00:36:17: Und wer haben jetzt gar nicht davon gesprochen?
00:36:18: du sagst naja die Konzerne die haben diese Innovationseinheiten.
00:36:23: Stefan hat davon gesprochen dass es die Startups gibt die natürlich auch schon sehr findig darin sind zu gucken hey wirklich dann Geld und Unterstützung her.
00:36:31: Wir haben jetzt nicht darüber gesprochen, dass Deutschland zu achtundneinzig Prozent aus mittelständischen Unternehmen besteht.
00:36:38: Die Hemmungen haben – das haben wir ja im Podcast auch schon mehrfach adressiert – die Hemmung an die Wissenschaft heranzugehen.
00:36:44: Also weil sie einfach sagen, die verstehen meine Sprache überhaupt nicht und ich verstehe deren Sprache nicht.
00:36:50: Dieser Podcast hier ist genau dafür da.
00:36:54: Das sind ja auch eure Aufgaben.
00:36:55: Die Aufgabe des Podcasts zu sagen bieten wir mal Beispiele ab und regen alle Diskussionen ab, die auch von anderen Standorten in anderen Innovations-Ökosystemen gehört wird.
00:37:06: Dass es in den Austausch geht und deswegen ist dieser Podcast auch nur Schritt eins.
00:37:10: Was wir von euch brauchen, ist Schritt zwei dass ihr jetzt mit uns in Kontakt tretet und sagt hey lasst uns das Thema institutionelle Förderung und lass uns das thema.
00:37:20: Wir brauchen eine Lobby dafür dass der Transfer geschehen kann, lass uns dieses Thema weiterdenken.
00:37:27: Wenn ihr Ideen habt für Gäste und Themen, für Beispiele schreibt uns, kommt auf uns zu, wir laden euch in den Podcast ein und freuen uns auf die nächste Folge.
00:37:37: Stefan Das war ein mega Impuls von dir.
00:37:40: Ich finde es auch klasse, dass jemand aus der Wirtschaft jetzt in diesen Themen dran ist, der sich darum kümmert und auch sagt hey das ist alles bekannt ja wir wissen es aber ich bin weiter daran interessiert, dass uns jetzt diese Umsetzung gelingt.
00:37:54: bitte behaltet ihr das bei.
00:37:56: mach weiter verlass uns nicht schön, dass du heute unser Gast warst.
00:38:02: War mir eine Freude!
00:38:03: David und ich würde sagen bei dir ist die Messer jetzt relativ hoch jetzt da nochmal einen drauf zu setzen Toi, toi, toi.
00:38:08: Du schaffst das!
00:38:09: Ja also ich bedanke mich auch bei dir Stefan für diesen besonderen Austausch.
00:38:14: Ich hoffe wir können auch über den Podcast hinaus vielleicht auch gemeinsam was in diesem Kontext bewirken wird mich auf jeden Fall freuen.
00:38:22: und ja vielen Dank.
00:38:23: doch mal
00:38:25: David.
00:38:25: und noch eine Abschlussfrage an dich.
00:38:26: Das war jetzt das zweite Podcastprojekt, ich muss sagen wirklich genau mit dem was es braucht.
00:38:32: du findest diese Themen hier in Zeit für Zukunft die rausgehen, die raus aus den Beispielen gehen und sagen hey wir müssen jetzt wirklich schauen wie wir's packen.
00:38:43: hast Du schon eine Idee für ein weiteres Thema was du anpacken möchtest und hier rein bringst?
00:38:48: Ja Zeit zur Zukunft soll ja dienen der Zweierlei Hinsicht ne sich einmal aus dem Tag ist Geschehen rauszunehmen, Zeit sich mal für die Zukunft zu nehmen.
00:38:57: Und da nehmen wir verschiedene Perspektiven ein.
00:38:59: Heute haben wir eine sehr entspannende Perspektive eingenommen.
00:39:03: Ich glaube bei den nächsten Folgen werden wir sicherlich auch ein bisschen mehr aus konkreten Beispielen aus Unternehmen, die genau an dieser Schnittstelle und diesen Herausforderungen stehen gehen.
00:39:15: Ich will ja nicht viel versprechen, aber werden sicherlich auch die eine oder andere Hochschule-Universität noch mit reinnehmen.
00:39:21: Die vielleicht auch ihren Weg skizziert wie sie da mit umgeht.
00:39:25: Dann danke für heute und bleibt uns als Hörer treu, teilt die Folge und drückt die Glocke!
00:39:33: Tschüss!
00:39:39: Das war Zeit für Zukunft.
00:39:40: der Podcast über die Kraft regionaler Innovationsökosysteme.
00:39:45: Wenn dir die Folge gefallen hat, freuen wir uns wenn du den Podcast Likes teilst und abonnierst.
00:39:50: Bleiben neugierig!
00:39:51: Bis zur nächsten Folge.
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