#9: Die Bedeutung von Diversität und Vielfalt für Innovationen

Shownotes

In dieser Episode von „Zeit für Zukunft“ ist die Journalistin, Autorin und Speakerin Mirijam Trunk zu Gast – als Expertin für die Themen Interdisziplinarität und Diversität. Zusammen mit Host Dr. Petra Beermann, Direktorin für Transfer und Innovation der Universität Bayreuth, und Moderatorin Brigit Eschbach beleuchtet sie die Bedeutung von Vielfalt für Innovationen. Dabei stehen auch die Herausforderungen, die mit der Schaffung inklusiver Netzwerke verbunden sind, im Blickpunkt. Die Journalistin erklärt die verschiedenen Dimensionen von Diversität und die Notwendigkeit, diese in Innovationsprozesse zu integrieren. Natürlich gibt es auch Best Practice-Beispiele für erfolgreiche diverse Netzwerke und viele aktuelle Informationen rund um die Medienbranche.

Die wichtigsten Botschaften:

  • Vielfalt ist ein natürlicher Zustand und kein politisches Thema.
  • Intersektionalität ist entscheidend für das Verständnis von Diversität.
  • Inklusivität bedeutet, dass sich alle Mitglieder einer Gruppe entfalten können.
  • Netzwerke sollten diversifiziert werden, um Innovation zu fördern.
  • Komplexität in der Gesellschaft erfordert interdisziplinäre Ansätze.
  • Privilegien spielen eine große Rolle in der Diskussion um Gleichheit.
  • Es ist wichtig, eine Kultur zu schaffen, die Diversität fördert.

Wir wünschen wieder viele informative Ein- und Ausblicke. Und: Komm gerne mit uns ins Gespräch! Wir freuen uns, wenn dir unser Podcast gefällt und über Likes, Teilen und Abonnieren.

Fragen, Anregungen, Themenwünsche für weitere Folgen gerne per E-Mail an: transfer.iei@uni-bayreuth.de

Host: Dr. Petra Beermann, Institut für Entrepreneurship und Innovation, Direktorin für Transfer und Innovation, Universität Bayreuth https://www.linkedin.com/in/petra-beermann-985524197/ https://www.iei.uni-bayreuth.de/de/index.html´

Gast im Podcast: Mirijam Trunk, Chief Crossmedia Officer, Journalistin, Autorin https://www.linkedin.com/in/mirijam-trunk/?originalSubdomain=de

Moderation: Birgit Eschbach, Studio Venezia https://www.linkedin.com/in/studiovenezia/?originalSubdomain=de

Dieser Podcast ist eine Produktion von STUDIO VENEZIA – the podcast company: https://www.studiovenezia.de/

Transkript anzeigen

00:00:05: Herzlich willkommen bei Zeit für Zukunft.

00:00:08: Schön, dass du dir Zeit nimmst für Geschichten des Gelingens durch regionale Innovationsökosysteme.

00:00:13: Freu dich auf starke Impulse für eine gute Zukunft.

00:00:22: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Zeit für Zukunft.

00:00:26: Schön, dass ihr wieder dabei seid.

00:00:29: Und schön, liebe Petra, dass du auch im Studio bist.

00:00:32: Ja, vielen Dank dafür.

00:00:32: Ich freue mich heute auf die neue Podcast-Reihe.

00:00:36: Heute widmen wir uns ja dem Thema Interdisziplinarität, Diversität.

00:00:40: Und ich freue mich sehr, dass wir die Miriam Trunk heute gewinnen konnten, eben mit hier mit uns über das Thema zu sprechen, schon als langjährige Expertin auch in diesem Bereich, als Speakerin, als Autorin, aber linken auch Experten.

00:00:54: Also stark vernetzt wird das Thema, auch stark wirkend, ich würde mal sagen bundesweit, aber auch für uns.

00:01:01: in der Region.

00:01:01: Wir haben uns diverse malen Treffen dürfen, uns austauschen dürfen, hoffentlich auch gemeinsame Impulse setzen dürfen.

00:01:08: Also ich freue mich sehr, dass das heute und damit auch für Weihnachten noch gelingt, dass wir uns hier binden im Podcast.

00:01:14: Ja, sehr schön, bei euch zu sein.

00:01:16: Miriam, das ist ja wirklich der Alltag ein Ruf voraus.

00:01:19: Also deswegen jetzt das erste Mal im Podcaststudio mit uns, aber mit von Bühnerfahrung, von Veranstaltung.

00:01:25: Allein war es ich im letzten Monat von dir gelesen habe, wie viele Frauen du inspiriert hast, die auf einer großen Veranstaltung waren, die man auch in den Schonos mit LinkedIn verlinkt von dir findet.

00:01:36: Das ist schon wirklich großartig.

00:01:39: Toll, dass du das machst, was du machst.

00:01:41: Danke schön.

00:01:42: Ja, mir macht es auch großen Spaß.

00:01:43: Und gerade Veranstaltungen sind für dich immer so eine tolle Möglichkeit, auch mal ins Gespräch zu kommen.

00:01:48: Ja, dass wir rauskommen aus dem, das ist ja auch das eine Zeit für Zukunft.

00:01:52: Das Vernetzte, die Innovations-Ökosysteme, die dürfen nicht nur im virtuellen Raum bleiben.

00:01:56: Das ist so wichtig, dass wir den Menschen begegnen.

00:02:00: und miteinander in den Austausch kommen und daraus die Geschichten entstehen lassen.

00:02:04: Genau, und das bedeutet ja auch oft, ich weiß nicht wie es für euch ist, aber auch Kosten, also sowohl Reisekosten als auch Zeitkosten und sich diese Zeit zu nehmen für den Austausch, das ist finde ich total wichtig.

00:02:14: Petra, sag was dazu, ist das beste Investor, oder?

00:02:16: Ja,

00:02:16: ich bin ja, ich war gerade sagen, dadurch, dass ich ja selber Verfechterin bin, auch von Innovations-Ökosystemen, die sicherlich auch digital abgebildet sein müssen.

00:02:26: um mehr skalieren zu können, mehr erreichen zu können.

00:02:29: Aber das Grundmanifest ist immer noch der Austausch, der physische Austausch, das sich gegenseitig wirklich kennenlernt.

00:02:35: Und dazu gehört eben auch, dass vor Ort treffen und das vor Ort zusammenwirken.

00:02:40: Petra, du hast ja jetzt Miriam ganz bewusst eingeladen, weil du sagst dieses Thema Interdisziplinarität und Diversität.

00:02:47: Das spielt gerade jetzt so zentral eine Rolle, sowohl für das Thema Innovation als auch Zukunftsentwicklungen.

00:02:54: Ist das bei euch an der Uni Bayreuth jetzt gerade so zentral?

00:02:57: Oder nehmst du das generell?

00:02:58: War das das diese hohe Relevanz hat?

00:03:00: Also ich denke, es hatte schon immer eine hohe Relevanz, aber es rückt immer mehr in den Fokus.

00:03:06: Also das für Innovation ist wichtig ist, verschiedene Perspektiven zu binden, verschiedene Technologien zu binden, auch das mit ökonomische und ökologische und soziale Aspekte miteinander zu binden.

00:03:18: Also das ist kein neues Thema, aber ich merke, dass sich das in vielen Köpfen jetzt erst so richtig reinschleicht und dass man das auch verstärkt nutzt, um... besser Innovativität zu leisten.

00:03:31: Auch das Thema Kundenadressierung.

00:03:33: Gerade aus dem Universitätskontext war es ja oft so, dass man überlegt hat, dass geben die Technologien her, was könnte man entwickeln.

00:03:41: ohne sich darüber Gedanken oder nicht ausreichend darüber Gedanken zu machen.

00:03:44: Was braucht eigentlich der Kunde?

00:03:45: Wo liegen eigentlich die Paintpoints, also letztendlich auch bei den Personen, für die ich ja letztendlich neue Lösungen erarbeiten möchte?

00:03:54: Und bindet man sie rechtzeitig, frühzeitig, von Anfang an bereits in Teams ist natürlich auch so, dass die Erfolgsaussichten weitaus größer sind und damit ja auch Zukunftsfähigkeiten von Unternehmen und von Regionen weitaus größer sind.

00:04:08: Das weiß man heute.

00:04:10: Ich denke mal, jetzt muss man das lösen oder wir müssen das alle lösen, dass sich das ritualisiert und auch, dass man das nicht mehr adressieren muss, sondern dass man das lebt, dass es so einem lebendigen System wird und zu einem selbstverständlichen System auch wird und Gedanken.

00:04:25: Gut, das ist, glaube ich, das, was wir jetzt hier alle gemeinsam auch erreichen.

00:04:30: Hoffentlich.

00:04:30: Wir haben das ja auch schon in der vergangenen Podcast-Folge gehabt.

00:04:33: Was ist jetzt eigentlich in eurem Umfeld Diversität?

00:04:36: Ich glaube, wir können ja gleich auch mit Miriam reingehen.

00:04:38: So, was ist es eigentlich?

00:04:39: Wie wird es verstanden?

00:04:41: Und bei euch war ja die besondere Herausforderung, dass ihr gesagt habt, wir müssen uns von diesem Rhein, ich sag jetzt mal Hochschulbetrieb von den Menschen, die eine Sprache sprechen, die auf einer Ebene sind, lösen und müssen Diversität da ganz anders in den Regionen leben.

00:04:57: und da die Verletzungen hinkriegen.

00:04:59: Da ging es also mehr auch um, ist das jetzt ein bisschen blöd, aber ja, sag mal, intellektuelle Durchmischungen, die wichtig sind, die wir daraus gearbeitet hatten.

00:05:08: Und deswegen, Miriam, wenn du jetzt, du hast jetzt mal die ersten ein, zwei Minuten bei uns schon zugehört, was, wenn du das Wort Diversität hörst, was ist eigentlich so, dass deine erste, du hast es ja hundertmal gefragt, was

00:05:21: ist?

00:05:21: Ich

00:05:22: wollte dich gerade fragen, was ist deine erste intuitive Antwort, aber die gibt es bestimmt nicht mehr intuitiv.

00:05:29: Nee, also es gibt, ich glaube, es gibt so drei Ebenen.

00:05:32: Das eine ist... Die Frage, also die wirklich die Definition, was ist es?

00:05:36: und Diversität bedeutet Vielfalt.

00:05:38: Und Vielfalt ist einfach.

00:05:40: Also wir entscheiden uns nicht dafür vielfältig zu sein, sondern alleine wir drei unterschiedliches Alter, unterschiedliche Herkunft.

00:05:47: Ich weiß nicht genau euren Bildungsweg.

00:05:48: Vielleicht haben wir unterschied, vermutlich haben wir unterschiedliche Ausbildungen.

00:05:53: Also das ist für mich immer ganz wichtig, einmal vorab zu sagen, das ist kein politisches Thema, weil das wird ja gerne auch so ideologisch aufgeladen, sondern wir sind vielfältig.

00:06:03: in jeder Gruppe, in die du kommst, sind gewisse Vielfaltkriterien.

00:06:06: Und das ist sozusagen das Zweite.

00:06:08: Die Dimensionen, die du fachlich definierst, Diversität, das ist natürlich Geschlecht, das ist Herkunft, das ist Alter, das sind Fragen, hat jemand eine Behinderung oder nicht?

00:06:17: Also es gibt einen ganzen Katalog an Vielfaltkriterien und die wirken auch zusammen.

00:06:23: Also du kannst nicht sagen, alle Frauen haben dieses Bedürfnis und alle Schwarzen Menschen haben dieses Bedürfnis und alle Queer-Menschen, sondern das wirkt und das nennt man die Intersektionalität.

00:06:33: Du hast als Frau, z.B.

00:06:35: mit Mitte fünftig, noch mal ganz andere Bedürfnisse als Frau mit Mitte zwanzig oder wenn du eine Behinderung hast, das wirkt alles zusammen.

00:06:43: Und ja, das Dritte ist das, was, wie gesagt, das ist, was mir so ein bisschen auf die Nerven geht.

00:06:48: Und das ist dieses aufgeladene Diversity-DI, diese Begriffe, die natürlich vor allem durch die Politik, vor allem auch durch einen gewissen Präsidenten aus Amerika geprägt sind, die einfach aufgeladen sind.

00:07:01: Und da geht es darum, auch Diversität zu diskreditieren und daraus was zu machen, was es nicht ist, weil ich komme wieder zum ersten Punkt Vielfalt.

00:07:09: ist einfach, wir entscheiden uns nicht, dafür fühlfältig zu sein, wir sind so und wir müssen damit arbeiten.

00:07:15: Genau, und auch zu erkennen, dass es auch etwas nicht einfach ist, was ein Muss ist, was man unbedingt jetzt irgendwie in das System eingeben muss, sondern es ist da, es ist eben nur die Frage oder was heißt nicht nur, es ist ja auch eine Herausforderung, es noch stärker zu nutzen, es als Qualität zu werden und nicht, wie gesagt, als politisches Manifest, das finde ich eben auch.

00:07:39: Genau, denn die statistische Wahrscheinlichkeit, das Dinge wie Intelligenz, Ambition, all die Dinge, die wir brauchen, um erfolgreich zu sein, dass die normal verteilt sind, also dass man nicht pauschal sagen kann, alle Männer sind schlauer und alle Frauen sind fleißiger, das ist einfach eine statistische Wahrscheinlichkeit und wir brauchen alle Potenziale, wir müssen alles nutzen und unsere Kundengruppen, unsere Zielgruppen sind ja auch vielfältig und dementsprechend macht es einfach nur Sinn und es ist keine Frage von der politischen Haltung.

00:08:09: Und wenn du jetzt mir ja mal so drauf schaust, das Thema, was wir gerade hatten, dieses Innovations-Ökosystem auch in den Regionen, kommt jeder so spontan und Gedanke, wo du sagst, hey, jetzt mal die Definition oder diesen Aspekt von Vielfalt, den würdest du da als besonders relevant ansehen.

00:08:27: Vielleicht würde ich andersrum einige Aspekte als nicht so relevant ansehen.

00:08:30: Also in der Diskussion um Vielfalt geht es oft um Gender, oft um Männer, Frauen.

00:08:35: Was Sinn macht, weil das messbar ist?

00:08:37: Also auch als Unternehmen haben wir das Problem, dass wir ganz viele Sachen gar nicht abfragen dürfen.

00:08:40: Wir dürfen abfragen, wie alt bist du?

00:08:42: Wir dürfen abfragen, identifizierst du dich als Mann, Frau, Divers.

00:08:46: Und da hört schon auf.

00:08:47: Schon eine Behinderung ist eine freiwillige Angabe.

00:08:49: Und wenn du jetzt nicht eine sichtbare Behinderung hast, wie das du im Rollstuhl sitzt, dann musst du das dein Arbeitgeber nicht sagen.

00:08:55: Es gibt einige Vorteile.

00:08:56: Aber es gibt auch die Angst vor Stigmatisierung und so weiter.

00:08:59: Also dementsprechend, ich würde mir wünschen, dass dieser Fokus weg von Gender geht und man auf das ganze Rat schaut, der verschiedene Diversitätsdimensionen und auch schaut, wie sie zusammenwirken.

00:09:11: Weil diese aufreger Themen, wenn wieder ein reiner Männer vorstand und wieder alle weiß und ich verstehe das, ich finde das auch nervig.

00:09:18: Aber es bringt uns, finde ich, nicht weiter.

00:09:20: Und wir müssten genauer schauen.

00:09:23: Welche Vielfaltkriterien können wir denn wirklich abbilden?

00:09:26: Und da komme ich zum nächsten Punkt.

00:09:27: Es geht nicht um Vielfalt, sondern auch um Inklusivität.

00:09:30: Nicht nur darum, dass die Leute da sind, sondern auch, dass sie sich optimal entfalten können, dass sie das Gefühl haben, sie gehören dazu.

00:09:36: Also wir sagen immer nicht nur, dass alle Schuhe bekommen, sondern auch, dass jedem ein paar Schuhe passt.

00:09:40: Und das ist, glaube ich, nur möglich, indem wir uns wirklich nicht nur damit beschäftigen, wie viele Männer und Frauen sind da, sondern wie viel Vielfalt ermöglichen wir durch unsere Kultur.

00:09:49: Und genau das übertragen ja auf Innovation, bedeutet ja auch, also erstmal wer ist Nutz, Nieser, auch dieser Innovation.

00:09:58: Miriam, du hast sehr viel darüber auch geschrieben, auch auf LinkedIn geschrieben.

00:10:02: Schaut euch erstmal die Personenkreise an, für die überhaupt etwas Neues geschaffen werden muss und nicht über deren Köpfe und über deren Bedarf hinweg, sondern ermittelt dieselben.

00:10:12: bezieht sie eben schon bei dem Entstehen von Innovationen mit ein.

00:10:17: Und ich glaube, das ist auch etwas, was wir jetzt so an der Universität vermehrt machen, weil gehen wir mal wieder auf die Kunden ein.

00:10:25: Das sind Startups bei uns ja auch, das sind Unternehmen, die kommen uns heran.

00:10:29: Und die kommen in der Regel nicht mit einer ganz klar definierten oder klar definierten Projekt an uns heran, sondern sie sagen da und da drückt für mich, der Schuh und beim Schuh zu bleiben.

00:10:41: Und darauf Antworten zu finden oder sehr, sehr gute Antworten zu finden, bedeutet ja, verschiedene Perspektiven bei der Arbeitung dieser Lösung auch mit einzubeziehen, ob männlich, weiblich, ob verschiedene technologische Hintergründe.

00:10:55: Ob es innerhalb der Universität dort Lösungen gibt oder aber aus dem Ökosystem, das kann ja auch mal sein, dass andere Unternehmen Lösungen haben, dass die IHK, Wirtschaftsverbände oder wer auch immer darauf einzahlen kann und dieses Gebinde zu finden, diese verschiedenen Perspektiven, Fähigkeiten, du Haus zu finden oder auch Zugriffe zu nutzen, die ja diese einzelnen Personen haben, die Netzwerke, das ist, glaube ich, dann die Königsdisziplin, diese Vielfalt auch zu nutzen und zu binden.

00:11:24: ihr orchestriert das ja im gewissen Sinne.

00:11:28: Und jetzt ist ja da genau die Herausforderung.

00:11:30: Wie kriege ich denn in diesem Orchester aus Wissenschaft, aus Wirtschaft, aus den Verbänden, aus diesen ganzen Akteurensteckhätern, die wir in den Regionen haben?

00:11:40: Wie kann ich denn das?

00:11:42: Es ist ja echte Herausforderung für dich.

00:11:45: Wie kannst du genau das orchestrieren, damit diese Synergien entstehen?

00:11:50: Oder brauchen wir jetzt

00:11:51: Miriam, die uns da mal drei Tipps gibt und sagt...

00:11:55: Also ich glaube, was wir lernen müssen, ist, dass wir nicht über diese Personengruppen hinweg sagen sollen, was sie brauchen, sondern zu diesen Personengruppen hinzugehen und authentisch abzufragen, wo ihre eigenen Bedarfe auch liegen, damit sie sich entsprechend einbezogen fühlen, dass damit sie auch in dieser Gruppe sich voll entfalten können und eben nicht stigmatisiert zum Beispiel sind, sondern sich voll ausleben können.

00:12:18: Ich glaube, das ist vielfach passiert, dass man vom Schreibtisch aus gemeint hat, diese Bedarfe an zu kennen und das geht nicht.

00:12:27: Wir müssen rausgehen, wir müssen die aufnehmen und wir erleben täglich Überraschung, wenn dann tatsächlich mal mit diesen Personengruppen oder auch einzelnen Personen, oft sind es ja keine Gruppen, sondern einzelne Personen gesprochen wird und dass das Uhr an die Schiene gelegt wird, um tatsächlich auch zu verstehen, wo liegt ein Problem, wo liegt ein Thema, wo liegt eine Herausforderung oder auch einfach die Wünsche dieser Personen und Hintergründe, damit das um beim Schuh wieder zu bleiben und damit wir auch am Ende des Tages sicherstellen können, dass es wirklich bestmöglich sein zahlt.

00:13:01: Also nicht vom Schreibtisch aus, sondern das sind viele Gespräche, viele Gruppen.

00:13:07: die wir da zusammengesetzt haben.

00:13:11: Und davon profitieren nicht nur wir.

00:13:13: Wir sind, wenn wir jetzt uns jetzt mal als Dirigenten dieses Prozesses sehen wollen, sondern jedes einzelne Musikinstrument spielt besser, kennt er eben dann auch die Instrumente, die sonst noch im Orchester fahren sind.

00:13:26: Also das ist auch für unsere Unternehmen, für unsere Startups extrem wichtig.

00:13:31: Weil die Komplexität, die heute herrscht, ist nur beherrschbar oder annäherungsweise beherrschbar, wenn man da eben diese Gespräche vorab führt.

00:13:40: Das finde ich einen ganz tollen Punkt, Petra, um das vielleicht kurz zu ergänzen.

00:13:44: Diese Haltung, die man hat, ist eine des Zuhörens, ist eine, die erst mal sagt, wenn ich bei deinem Orchester-Beispiel bleibe, der eine muss stehen, um optimal spielen zu können, der andere muss sitzen, der eine braucht ein bisschen mehr Raum, der andere muss näher an dem sitzen, weil er den hören muss.

00:13:59: Und ich finde diese grundsätzliche Haltung zu sagen, ich weiß, dass ich nichts weiß, um wieder auf diesen alten Satz zurückzukommen.

00:14:06: Das ist, finde ich, womit glaube ich, viel ein Problem haben.

00:14:10: ganz grundsätzlich wichtig ist.

00:14:13: Weil ich habe nur meinen eigenen Horizont und ich weiß nur, was für mich gut ist.

00:14:18: Und deswegen, sich hinzustellen, zu fragen und ganz offen die Antwort abzuwarten, das ist, glaube ich, ein ganz wichtiger Punkt, dass du genau diese Inklusivität oder Belonging sagen, wie auch das Leute sagen, ich will da bleiben, das auch spüren.

00:14:33: Genau, das ist für mich auch so dieses Thema.

00:14:35: Wie spiele ich mich in diesen Raum rein, wenn ich sage, ich greif das nur ab?

00:14:39: im negativen Sinne, ich greife das nur ab, um das für mich zu nutzen, ist eine ganz andere Ausgangslager zu sagen, ich möchte dich tatsächlich verstehen lernen und ich möchte deine Bedürfnisse auch bei mir mitadressieren.

00:14:51: Und ich glaube, dass das Problem ist, wenn diese Möglichkeiten ausgelassen werden, reden wir immer über Halbwissen, also auch vom Ergebnis ausgedacht.

00:14:58: Wir reden immer über Halbwissen.

00:14:59: Mir persönlich ist es aufgefallen, wenn ich selber mit Unternehmungen ins Gespräch komme und die möchten jetzt ohne meine Ökonomischen Kompetenzen, zum Beispiel noch oder stellen Fragen zum Thema Dreidedruck.

00:15:14: So, dann kann ich nur das weitergeben, was ich in den Jahren für mich mit zusätzlich aufnehmen konnte an Informationen.

00:15:21: Aber natürlich ist es ein ganz, ganz anderes Spiel, wenn ich die Person, die dort ihre Hauptkompetenz haben, die sich tagtäglich damit auseinandersetzen, wenn ich die... entsprechend mit in diese Teams von Anfang an mitnehme, reinnehme, weil würde aus meinen Bescheidenen wissen, dort ein Projekt im Bereich drei D-Druck entstehen, würde das Projektdesign oder unser Vorgehen nicht dementsprechen, was es entsprechen könnte.

00:15:47: Und ich glaube, so kann man das auf alle anderen Fragestellungen auch übertragen.

00:15:52: Ja, und ich möchte trotzdem auch gerne nochmal auf ein Thema gehen.

00:15:54: Peter, du hast jetzt gerade auch gesagt, so diese Netzwerke, diese Akteure, die sich untereinander vernetzen und dann miteinander in Aktion treten.

00:16:01: Das ist mir oftmals zu sehr immer noch in einer Bubble-Einkreis ein... Wie nennt man es jetzt?

00:16:13: Eine homogene Gruppe.

00:16:15: Danke, liebe Miriam.

00:16:17: Und genau, und das ist ja, finde ich jetzt auch noch mal so ein Aspekt, auch mit diesen Netzwerken.

00:16:22: Das haben wir ja auch schon rausgegeben, aber das ist ja extrem wichtig für diese regionalen Chancen, die wir brauchen, ja, also auch außerhalb von Berlin und Hamburg.

00:16:32: Wir waren in Sachsen, wir waren am Niederrheinischen Revier.

00:16:39: Für diese Netzwerkveranstaltung so unfassbar wichtig.

00:16:43: Miriam, du bist ja ein Netzwerkprofi, du redest da auch viel drüber.

00:16:47: Du hast da eine große Begeisterung und siehst diesen Sinn auch dessen.

00:16:51: Erlebst du das auch, dass die manchmal in so einer Bubble bleiben oder andersrum?

00:16:56: Was macht ein gutes Netzwerk aus?

00:16:59: Total, also die meisten Netzwerke bleiben in ihrer Bubble, weil das ist was sehr menschliches.

00:17:03: Also gleich und gleich gesellt sich gern dieser Satz, da kommt ja nicht von irgendwo her.

00:17:07: Wir mögen Leute, die so sind wie wir, wir mögen Leute, die, wenn wir unsere Meinung sagen, sagen, ja, das stimmt, da hast du recht, das sehe ich genauso.

00:17:15: Das ist was, das gibt uns ein gutes Gefühl und deswegen suchen wir diese Situation dann auf.

00:17:19: Und ich glaube, wenn wir alle mal überlegen, mit wem wir uns auch privat umgeben, Das sind Leute, die sind uns ähnlich.

00:17:26: Und wie gesagt, das ist was absolut Menschliches.

00:17:29: Und gleichzeitig im beruflichen Kontext birgt es die Gefahr, dass Systeme sich immer wieder reproduzieren.

00:17:35: Also zum Beispiel die Allbrite-Stiftung hat es den Thomas Kreislauf genannt, als sie festgestellt hat, wie neue CEOs in ihre Positionen kommen.

00:17:42: Dass der alte CEO statistisch gesehen ein weißer Westdeutscher, BWL-Ernamens Thomas, den jungen weißen Westdeutschen, BWL-Ernamens Thomas, sich selbst darin erkennt, sagt, Was ein guter Typ, der ist ja wie ich und den dann nach oben holt.

00:17:56: Und das ist tatsächlich dieser Kreislauf, den wir einfach an vielen Stellen sehen können.

00:18:00: Und ich muss sagen, auch als Frau kannst du das sehen.

00:18:03: Also das ist jetzt kein Männerthema.

00:18:04: Auch Frauen umgeben sich mit ähnlichen Leuten.

00:18:09: Und ich habe das vor ein paar Jahren auch mal beobachtet, dass ich wem beförder ich eigentlich und habe dann gemerkt, das sind die Leute, die mir ähnlich sind, auch aus dem Grund, weil ich die natürlich einschätzen kann.

00:18:19: Ich weiß, wie die ticken und ich weiß, als Chefin wirst du immer, dass deine Leute deine Probleme lösen und das angenehm ist, mit denen zusammen zu arbeiten.

00:18:26: Das sind für mich Leute, die kann ich komplett vorhersagen.

00:18:29: Da weiß ich genau, dass das gut wird.

00:18:30: Und das ist aber ein... ein Problem.

00:18:32: Und deswegen brauchen wir da einen Bewusstseinswandel.

00:18:35: Und bei Netzwerken glaube ich, müssen wir unterscheiden zwischen offiziellen Netzwerken und inoffiziellen Netzwerken.

00:18:40: Die inoffiziellen sind die, die sich finden, zum Beispiel, wenn man zusammen studiert hat oder wenn man irgendwie ein Hobby teilt.

00:18:45: Die offiziellen Netzwerke sind zum Beispiel Vereine, Verbände sind.

00:18:49: Wenn ihr eine Uni-Veranstaltung macht, das sind offizielle Netzwerke.

00:18:53: Und dass wir da einfach gezielt schauen, wie schaffen wir es, die zu mischen.

00:18:58: Dass die inoffiziellen Netzwerke... homogen sind.

00:19:01: Da glaube ich, das ist der nächste Schritt.

00:19:03: Aber erstmal müssen wir bei den offiziellen Veranstaltungen schauen, wie versuchen wir auch im Punkt zur soziale Herkunft, auch im Punkt zur Bildung, dass wir dann eine Durchmischung schaffen.

00:19:14: Gibt es Beispiele dafür?

00:19:16: Exakt, das ist es.

00:19:19: Es macht auch nebenbei bemerkt viel mehr Spaß und übrigens auch im Privaten.

00:19:24: Es ist auch viel netter, wenn man sich abends mal nicht nur mit BWL an einem Küchentisch setzt, sondern wenn sich auch das da mal ein bisschen durchmicht.

00:19:35: Aber gibt es Beispiele von dir, wo du mal sagen kannst, ja, da hat dieses Thema.

00:19:39: Wir öffnen unser Netzwerk für für andere Gruppen, für andere Menschen, wo das auch wirklich gelungen ist, weil es gibt ja dann, es gibt ja auch zwischen der Einladung und dem, ich mache auch mit und jetzt auch auf Petra zu kommen, nicht nur ich mache mit, sondern also ich kriege die auch in der Mobilisierung rein, wie das auch was passieren kann.

00:19:58: Gibt es da, gibt es da ein gutes Beispiel, was du uns erzählen kannst?

00:20:02: Ich glaube, es gelingt immer wieder im Kleinen.

00:20:05: Jetzt, ich will jetzt nicht so pessimistisch wirken, aber ich habe... oft, eher oft erlebt, was Gründe sind, die dagegen sprechen.

00:20:11: Also zum Beispiel, ich bin in einem Frauennetzwerk, das sehr toll ist, das sehr viele mächtige Frauen zusammenbringt aus Wirtschaft und Politik und wo auch viele Männer kommen, also auch aus der Bundesregierung.

00:20:20: Und das ist wirklich toll, weil du einfach Themengehörige verschaffen kannst.

00:20:23: Und dann sagt man, warum ladet ihr nicht mehr zum Beispiel Frauen ein, die nicht in akademischen Berufen arbeiten, die nicht die große Reichweite haben, die nicht irgendwie bekannt sind oder in machtvollen Positionen sind.

00:20:35: Und die Wahrheit ist, wenn wir das machen würden, dann würden zum Beispiel ganz viele Leute nicht mehr kommen.

00:20:41: die kommen, weil da andere mächtige Leute sind.

00:20:43: Also das ist das Problem mit Netzwerken.

00:20:46: Wenn ich weiß, wenn ich jetzt schreiben würde, lieber Herr Bundesminister XY, ich lade Sie zu einer Veranstaltung ein, wo ich mal die fünfzig, ich darf schon sagen, meine Mutter ist Sozialarbeiterin, fünfzig Sozialarbeiterinnen, die Ihnen jetzt mal richtig erzählen, wie es bei Ihnen läuft.

00:20:59: Dann bekomme ich eine Antwort, die sagt, das ist eine ganz tolle Idee.

00:21:02: Ich würde so gern, bei mir ist gerade so viel los.

00:21:04: Und wenn ich ihn einlade und sage, ich habe hier fünfzig weibliche CEOs, weiß gar nicht, ob es so viele gibt, weil in Deutschland ... Aber mal eingeladen und wir wollen mal mit ihnen drüber reden, die Presse kommt, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Zusatz größer ist.

00:21:19: Also das ist das Thema mit Netzwerken.

00:21:22: Miriam.

00:21:23: Und ganz liebendank, du hast es gerade sehr offen und ehrlich gesagt, es ist nicht nur das Problem, dass unser Bundeskanzler dann kommt, sondern es ist auch das Problem, dass die eines CEO kommt, weil sie weiß, die andere sind da.

00:21:34: Don't mess the party.

00:21:35: Genau.

00:21:36: Und fünfhundert andere gucken auf LinkedIn und sagen, Why ist bei mir im Briefkasten keine Einladung gewesen, ne?

00:21:44: Genau, so ist es.

00:21:45: Und das ist ja Teil des Problems.

00:21:47: und gleichzeitig muss man auch verstehen, das ist ja jetzt kein böser Wille, dass zum Beispiel Bundesminister sagt, ich kann nicht auf jede Veranstaltung rennen, sondern ich muss selektiv schauen, was bringt mir was.

00:21:58: Und deswegen glaube ich, müssen wir und ich komme wieder zu dem, wo wir es im offiziellen Rahmen im Griff haben, dass wir sagen, wir schaffen bewusst diese Begegnungen.

00:22:06: Zum Beispiel, wenn ich für den Abend die Speaker plane, dann schaue ich das da nicht nur weiße Männer sprechen, die in der Wirtschaft sind, sondern dann dass ich da vielleicht auch mal sage und jetzt lasse ich mal jemand mit einem ganz anderen Hintergrund sprechen, dass wir Rollmodels sichtbar machen und damit Anknüpfungspunkte schaffen, dass das Leute auch das überhaupt spannend finden, in gewisse Runden zu kommen.

00:22:27: Aber ich persönlich habe Ein bisschen Problem damit, dass wir manche Realitäten, die halt so sind, wie sie sind, manchmal uns daran so abarbeiten, weil das mächtige Menschen gerne in Räumen mit anderen mächtigen Menschen sind, das ist einfach eine Gegebenheit.

00:22:41: Und ich würde sagen, wir müssen daran arbeiten, wie können wir das nutzen, um was zu verändern?

00:22:46: Weil ich glaube, dass wir es aufbrechen, ist kein realistisches Szenario, auch wenn das sicher in vielen Punkten einfach falsch ist.

00:22:53: Dann sprechen wir über den zweiten Aspekt dessen, was ein Netzwerk kann.

00:22:56: Wenn wir da also wenig, sag ich mal, Optimismus ausstrahlen können, möglicherweise sogar in den Regionen noch mehr und auch in weniger offiziellen Rahmen sind auch dann eher die Chancen da.

00:23:07: Man muss es wollen.

00:23:08: Man muss es auch überhaupt erst mal das Bewusstsein dafür schaffen, Petra, auch dass das da ist, dass man weiß, das würde so viel mehr bringen.

00:23:15: Aber kommen wir zum zweiten Aspekt dessen, was ein Netzwerk, denn... können sollte und wo die Chancen sind.

00:23:22: Das ist die Mobilisierung, dass daraus Sachen entstehen, dass daraus Projekte entstehen, dass man sagt, wir haben uns jetzt ja nicht nur vernetzt, sondern wir haben jetzt diesen kurzen Dienstweg, wir haben die Telefonnummer, wir können jetzt mal gemeinsam auch etwas bewegen.

00:23:35: Also so eine Mobilisierung herausgehend aus dem man könnte, man müsste und man sollte.

00:23:40: Wie gelingt das?

00:23:41: Petra.

00:23:42: Gibt es da klassische Fehler, die gemacht werden, dass es viele Netzwerkveranstaltungen von regionalen Organisationen gibt, die sich einfach nur zum Häppchen und zum Weintreffen.

00:23:53: Dann wird ein Speaker da eingeladen und dann gehen wir da alle raus.

00:23:56: Da müssen wir wieder beim Thema orchestrieren.

00:23:59: Da müssen wir da mehr Impulse geben.

00:24:01: Also ich denke, man muss eben so ein bisschen das Ziel auch dieser Veranstaltung ein bisschen nur Auge haben.

00:24:07: Manchmal sind es ja tatsächlich nur Treffen, dass man sagt, man kommt da ins Gespräch, es gibt auch kein großes Ziel für diese Veranstaltung.

00:24:15: Wir gehen immer mehr davon weg.

00:24:17: Wir versuchen immer pro Format oder pro Veranstaltung schon sehr stark auch ein Thema zu setzen.

00:24:24: Da kommt das Thema auch mit auf, sich mal aus der außerhalb der eigenen Wappel zu bewegen oder Impulse zu bekommen, auch Speaker einzuladen, die eben ganz bewusst nicht in der Region sind, den man nicht permanent über die Füße fällt.

00:24:36: andere Perspektiven, natürlich andere Wirkungskreise und damit auch natürlich nur Hau gesteuert, Bereiche mit einzubringen, die hier in dieser Form und Qualität verortlich sind.

00:24:48: Ich finde es ganz interessant, je stärker ich aber in Richtung Innovationenrutsche, also ganz konkret Produktentwicklung, Prozessentwicklung, Geschäftsmodellentwicklung, desto stärker muss das Interesse sein, dieses Thema Diversität zu spielen.

00:25:03: Jetzt geht es nicht um die Häppchenparty und wir stehen alle beieinander und fühlen uns in dieser Gruppe extrem wohl.

00:25:10: Wenn ich etwas disruptives, also was radikales, verändern will, dann muss ich aus dieser Komfortzone raus.

00:25:17: Das sehen wir heute auf.

00:25:19: Wir haben in den Unternehmungen selber sogenannte Lab-Strukturen, also Labore der Innovativität geschaffen, wo man heute schon Personenkreise bindet, die vorher auch in den Unternehmen getrennt gearbeitet haben.

00:25:34: Und zwar vom Einkauf bis zum Verkauf.

00:25:37: Man versucht hier die Personengruppen stärker für Erneuerung gemeinsam zu gewinnen, um alle Informationen zum Beispiel auch in diesen Prozessen zu binden.

00:25:46: Das ist jetzt die Perspektive eines einzelnen Unternehmens.

00:25:49: um eben nicht nur Verbesserungs-Innovationen, kleine Veränderungen zu erwirken, sondern die langfristige, mittel- und langfristige Perspektive des Unternehmens zu sichern.

00:25:59: So, das ist aber nicht alles.

00:26:00: Wenn ich erst im Unternehmen tu, ist es eben genauso wichtig, sich noch in das regionale Ökosystem einzugeben, weil ein Unternehmen nicht das Wissen für sich vorhalten kann, um wirklich große Innovationen auch zu realisieren.

00:26:16: Das heißt, da ist das Unternehmen auch verf- eigentlich verpflichtet, aber doch gerufen, sich anderer Personen, anderer Institutionen zu bedienen, sich dort über strategische Partnerschaften einzubringen, um einfach nochmal den Wissenshorizont zu erweitern, um weitere Perspektiven einzubinden, andere Menschen mit einzubinden.

00:26:35: Und das gibt es in den Regionen.

00:26:37: Also deswegen auch mein Aufruf geht erstmal auch raus aus euren eigenen Strukturen und nimmt Frischzellen durch Kooperation mit rein, um dann größere Lösung oder auch zukunftsfähigere Lösung zu strecken.

00:26:51: Das ist das.

00:26:52: Innovationen braucht das.

00:26:54: tut das jemand nicht, dann haben wir wieder den großen Tanker im Fahrwasser und vor uns ein großer Eisblock.

00:27:01: Also jedes Unternehmen muss ja innovativ bleiben.

00:27:08: Und Innovationen entsteht dann, wenn es Reibung gibt, wenn es Dinge gibt, die neu entstehen müssen, die wirklich neue Bereiche entwickeln lassen.

00:27:16: Und das ist, glaube ich, das Gute, weil es diese Punkte Interdisziplinarität und Diversität zahlen unmittelbar auch Innovationen ein.

00:27:25: Das ist

00:27:25: bewusst sein muss, aber das ist ja eine Weisheit.

00:27:29: Und wenn dieses, dieses, dieses Bewusstsein oder diese Weisheit ja erstmal in den Unternehmen drin ist, das glaube ich jetzt auch nicht jedem so bewusst.

00:27:36: Die Weisheit vielleicht, ich würde sagen, das ist kein neuer Fakt, aber es muss.

00:27:40: Das Austreten aus der Komfortzone, das über die reden wir ja heute.

00:27:45: Weil es ist danach, wenn man über diese Brücke geht und sich in diesen Teams auffällt, ist jeder Mensch eigentlich immer begeistert, er ist aufgehellt, er ist, er fragt, also das ist doch bei uns auch so, dass sich dann die Personen fragt, warum habe ich das nicht viel eher gemacht?

00:28:01: Das erweitert auch mein persönliches Umfeld, das erweitert meinen persönlichen Horizont.

00:28:06: Und es gibt auch, also gerade, wir haben heute auch über Alter gesprochen.

00:28:10: Und oft sind ja die Jungen eh noch quirliger und sind noch viel eher auch bereit, sich zu durchmischen.

00:28:17: Und das hat ja auch was mit dem Alter zu tun, dass man immer mehr in diesem Komfortbereich fällt.

00:28:22: Und mich persönlich langweilt das.

00:28:24: Aber ich denke, ich profitiere ja auch hier an der Uni massiv von diesen unterschiedlichen Perspektiven und von diesen unterschiedlichen Herangehensweisen.

00:28:33: Und das macht

00:28:33: Spaß.

00:28:34: Das tut nicht

00:28:35: weh.

00:28:36: Absolut.

00:28:36: Aber behauptet trotzdem noch mal bei euch bei Miriams Unternehmen viele Konzerne.

00:28:43: Und dann gibt es ganz, ganz viele Unternehmen in Regionen, für die ist das, wenn die das hören, die Chancen von Diversität, denken sie, ja, wenn wir jetzt mal bei uns im Dachdecker betrieb, eine Frau dabei hätten, das wird dem Unternehmen gut tun.

00:28:55: Ja, das ist es aber nicht.

00:28:56: Wir haben ja aber diese verschiedenen Dimensionen gesprochen.

00:28:58: Und deswegen meine ich, das ist für mich schon noch eine Weisheit zu sagen, wenn du dich da öffnest, wenn du in diese Lab-Strukturen reingehst, wenn du auch rausgehst, also auch aus dem Unternehmen raus.

00:29:10: Kooperation schließt gemeinsame Projekte, macht es an Themenarbeit mit anderen Unternehmen in der Region, dass sich nicht jeder einen eigenen Gabelstabler braucht, um es jetzt mal ganz klein zu machen.

00:29:19: Ja, wir könnten gleich gerne wieder groß werden.

00:29:21: Dann glaube ich, müssen wir über diese Chancen, die das bietet, doch noch reden.

00:29:26: Und Miriam, jetzt würde ich dir gerne nochmal den Beispiel zuspielen.

00:29:28: Du bist ja nun auch in einem Unternehmen, was extrem von Innovationen lebt, wo das gelingen muss.

00:29:35: Kannst du da auch ein bisschen was über Ja, ich sag mal so, die Hörden dessen erzählen oder...

00:29:42: Naja, die Medienbranche ist natürlich extrem im Wandel aktuell, weil wir haben verschiedenste Disruptionen.

00:29:49: Zum einen haben wir natürlich das Thema, dass Medien traditionell sich Überwerbungen finanziert haben, also ein Werbekundig Y sagt der Buch eine Anzeige in den Magazinen oder einen Spot in den Fernsehsender und das, also so haben sich ja Medien traditionell finanziert.

00:30:04: Gleichzeitig hat das im Internet sich verändert, weil wir es schaffen müssen, dass Menschen jetzt wieder direkt für Inhalte bezahlen.

00:30:12: haben das aber sehr lange Zeit nicht verlangt und dementsprechend ist es jetzt quasi so ein Wandel, dass wir versuchen von einem, du kannst im Internet alles umsonst haben, zu einem kannst du nicht für ein Abo zahlen zu kommen.

00:30:23: Also es passiert einfach wahnsinnig viel.

00:30:25: Wir sehen im Fernsehen, dass das Streaming, das lineare Fernsehen nach und nach auch ersetzt in die jüngeren Generationen.

00:30:33: Also es ist eine Branche, die Ja, von Disruption von rechts, links, vorne und hin, also wirklich getrieben wird, muss man sagen.

00:30:42: Und dann ist natürlich die Frage, wie gehst du vor?

00:30:46: Weil du auf der einen Seite ja nicht sagen kannst, okay, wir machen unser Kerngeschäft jetzt nicht mehr, sondern du musst das ja weiterhalten und gleichzeitig musst du schaffen, dich zu transformieren.

00:30:54: Gleichzeitig unter wirklich Kosten- und Umsatzdruck, weil die Umsätze sich auf andere Kanäle verlagern.

00:31:01: Da ist Diversität insofern wichtig, dass du deine Zielgruppe im Blick haben musst.

00:31:06: Und das ist gerade im Journalisten muss ein Riesenthema, weil ganz viele Journalisten und Journalisten sehr akademisch sind, was auch an der Ausbildung liegt, weil wir wahnsinnige Zugangshürden haben, umbezahlte Praktika und so weiter.

00:31:17: Das können sich nur die Akademiker Kinder leisten und gleichzeitig hast du eine Zielgruppe.

00:31:23: die aber vielleicht eine ganz andere Lebensrealität hat.

00:31:26: Und deswegen, ich weiß jetzt nicht, ob man wirklich von der Medienbranche lernen kann.

00:31:29: Man kann in der Medienbranche viel beobachten, was passiert und was probiert wird.

00:31:34: Aber ich glaube, man kann vielleicht das Problem da sehr gut sehen, dass oft Zielgruppe und diejenigen, die es konzipieren, die es machen, relativ weit auseinander sind.

00:31:45: Und das ist was, was ganz Zentrales für das auch was zusagt, ist Petra mit der Innovation.

00:31:50: Für wen machen wir Produkte?

00:31:52: Für wen machen wir Inhalte?

00:31:53: Für wen erzählen wir Geschichten?

00:31:54: Wir machen das nicht für uns selbst.

00:31:56: Und das sehen wir, um mal in einen anderen Bereich zu kommen, zum Beispiel bei Handys.

00:32:01: Die waren zu lange, waren die zu groß für Frauenhände.

00:32:04: Oder dass zum Beispiel KI-Assistenten mit männlichen Stimmen trainiert werden.

00:32:08: Und dann, wenn eine Frau anruft und Notfall hat, schlechter funktionieren und so weiter.

00:32:12: Also wir sehen, wir müssen unsere Zielgruppe im Blick haben, nicht nur uns selbst.

00:32:16: Und ich glaube, das wiederum ist jetzt kein Medienbraschenproblem.

00:32:19: Das haben, glaube ich, alle Bereiche.

00:32:21: Und ich glaube, was noch dazu kommt und vielleicht aber auch ein Stück weit das Thema noch mehr antreiben wird, ist, dass die Komplexität der Herausforderungen wächst.

00:32:30: Also vielleicht empfindet man das auch immer in der Generation, in der man sich gerade befindet, als extrem herausfordernd.

00:32:37: Aber wir wissen, dass die Innovationszüge den Kürzer werden.

00:32:40: Wir wissen, dass wir durch die globale Lage und durch die geopolitische Lage unter so einem starken Druck persönlich natürlich auch, aber auch als Unternehmungen, als Start-up stehen, dass das so ohnehin auch noch mal den Blick öffnen sollte, eben verschiedene Disziplinen nicht nacheinander, sondern miteinander zu vereinen.

00:33:02: Weil ich denke jetzt so als Beispiel das Thema Twin Transformation, man eben versucht eben beide Welten zum Beispiel Nachhaltigkeit und technologische Entwicklung miteinander zu verzahnen.

00:33:13: Das sind also wir müssen um diese Schnelligkeit und auch dem Thema der Komplexität herzuwerden, stärker verschneiden.

00:33:22: Das ist eine Herausforderung, die wir alle haben.

00:33:25: In der Medienbranche ja genauso.

00:33:26: Es sind auch, wenn man sich vorstellt, was an einem, ich stelle mir das immer wie so ein Fernsehen vor und wie so ein Desktop, wo man sagt, wie viele Punkte da alle aufleuchten, die den ein oder anderen erschlagen lassen und sagen, also das ist mir jetzt zu komplex.

00:33:40: Da gehe ich dann lieber raus aus diesem Bild und andere.

00:33:43: wachsen mit diesem Bild, indem sie eben diese Punkte sehr, sehr schlau miteinander kombinieren, daraus gute Projektideen oder Unterstützungsideen auch entwickeln für die, die hier sonst vielleicht überfordert werden.

00:33:59: Also Komplexität erfordert das nochmal mehr, das zu tun, das wir gerade besprochen haben.

00:34:05: Und Petra durch KI?

00:34:07: Durch KI geht ja noch eine Matrix auf, weil wir jetzt nicht nur diese ganzen Punkte haben, sondern zum Beispiel, was ist Wissen noch wert, wenn Wissen überall verfügbar ist?

00:34:15: Was ist es da noch wert?

00:34:16: Ist nicht das neue Skillset, dass ich mich möglichst schnell in neue Dinge einarbeiten kann, mehr als das, was ich gelernt habe?

00:34:22: Was ist ein Studium wert?

00:34:23: Wie lange ist die Haltbarkeitsdauer dessen, was man in der Ausbildung lernt?

00:34:28: Und da kommen wir wieder zur Frage, was braucht es, dass Diversität funktioniert?

00:34:31: Es braucht das Selbstverständnis, dass sich nicht alles weiß und dass ich Augenhöhe erlauben kann, egal ob ich Leute jetzt für besser oder schlechter oder whatever, als mich selbst halte.

00:34:43: Und ich glaube, dieses Selbstverständnis zu sagen, ich stelle Fragen, ich höre zu, ich möchte lernen, ist was, was jetzt gerade im Zeitalter von KI noch mal so zentral wird.

00:34:54: Weil das, was wir können bisher und das, was wir wissen, nen ganz anderen Stellenwert hat gegenüber dem, wie adaptionsfähig und wie offen und neugierig wir sind.

00:35:04: Ganz, ganz wichtig, kann ich, also kann ich auch nur bestätigen, gerade auch... Wenn ich sage, KI findet mehr und mehr Einzug, kann ich das nutzen?

00:35:12: Muss ich das nutzen?

00:35:13: Es hat auch in vielen Branchen und in vielen Bereichen Anwendungsfällen ja schon großen Einzug gefunden.

00:35:20: Ich muss es aber interpretieren können, ich muss es begleiten können.

00:35:23: Und das bedeutet auch schon wieder die Zusammensetzung von Teams, die es auch aus verschiedenen Gesichtspunkten hin prüfen für uns.

00:35:30: Also das ist das eine und ja, und ich sehe das auch so, dass wenn ich heute Personen im Team einstelle, dass ich ganz anders prüfe.

00:35:38: Da geht es mir nicht nur darum zu sagen, es bringt jemand fachliche oder unternehmerische Expertise mit, sondern auch wie fähig ist diese Person sich in diesen komplexen Zusammenhängen mit komplexen Teams auch zurechtzufinden.

00:35:53: Das ist für mich eines der wichtigsten Skills.

00:35:56: Petra, glaubst du, dass das schon gelingt?

00:35:59: Mir hat vorhin von den Thomasen der Welt gesprochen, der Gott ist ein kreativer und kein Controller.

00:36:08: Autor spricht von den Steffans, die sich gegenseitig einstellen und befördern.

00:36:13: Gibt's eine Menge von meiner Generation.

00:36:16: Und

00:36:18: Christian, die Jürgens, die Bürgits und die Petras.

00:36:21: Also das ist ja auch ein diverses Thema.

00:36:24: So, wenn's also auf der Ebene nicht gelingt.

00:36:26: Und jetzt haben wir die Hoffnung, dass die Führungskräfte bei der Lage sind, die Teams sozusagen zu stellen.

00:36:33: diese potenziale Heben und Nutzen.

00:36:37: Bist du da optimistisch oder sagst du, dass Thomas Prinz siebzehnt sich da?

00:36:42: Mir war so ehrlich zu sagen, ich habe auch immer gefördert, wie es... Mir nah war.

00:36:48: Also ich glaube, wir werden da nichts umstellen können.

00:36:50: Und das ist ein verhaltenstherapeutischer Ansatz.

00:36:52: Und das ist ja auch was William hat durch mehrfache angezeigt, dass es darum geht, so was wird sich nicht von heute auf morgen ändern.

00:36:59: Aber ich glaube, man muss dieses Thema faktorisieren.

00:37:03: Wenn wir vorher das, wenn die Dinge als hart ein Soft Skills, das ist ein ganz harter Faktor.

00:37:11: Wenn das ein ganz harter Faktor ist, dann muss ich das zum auch als Faktor erheben und ich muss es auch im Team.

00:37:18: als Faktor erheben.

00:37:20: Wir sprechen immer von KPIs.

00:37:22: Ich kann sagen, auch

00:37:24: Messen.

00:37:25: Ich muss gucken, wenn es mir doch wichtig ist, sondern ich weiß, dass es wichtig ist, dann muss ich das im Tun widerspiegeln.

00:37:35: Und alles, was sich vielleicht ein, zwei Jahre ein bisschen stockend entwickelt, wenn man das erst erlernen muss oder sich stärker im Mindset verankern muss, das ist irgendwann Routine.

00:37:45: Aber ich muss damit beginnen.

00:37:47: Und wie gesagt, es war schon eigentlich immer wichtig, also ich glaube auch nicht, dass die Wichtigkeit oder Dringlichkeit heute eine andere ist, aber wir müssen es stärker tatsächlich implementieren.

00:37:59: Da sind wir alle gerufen, ja, die ersten Schritte oder die nächsten Schritte, mal bei dem einen oder anderen die ersten Schritte, bei dem anderen eben auch das Weiterverfolgen des Ziels mit vor Augen zu haben.

00:38:10: Und da sind wir wieder beim Thema Petra, was ich anfangs gesagt habe, KPIs.

00:38:13: Ja, aber wie?

00:38:14: Ich darf dich, wenn du bei mir anfängst oder du mich nicht fragen hast, haben deine Eltern Migrationsgeschichte, hast du eine Migrationsgeschichte.

00:38:20: Ich darf nicht fragen, hast du eine Behinderung.

00:38:22: Ich darf nicht fragen, aus was für ein Haushalt kommst du.

00:38:26: Also, es sind alles Dinge, die kann ich nicht messen.

00:38:29: Das ist was, was sich entwickelt.

00:38:32: Und natürlich sagt man, lass uns mal mit den Sachen anfangen, die wir messen können.

00:38:35: Und dann schauen wir, dass sich das entwickelt.

00:38:37: Aber ich finde, was du mit der Verhältnis ... Therapie finde ich ganz zentral, weil was oft passiert, und ich gebe zu mir, passiert es auch manchmal, ist, dass man sagt, oh, das verändert sich zu wenig und das nervt und schon wieder so ein Vorstand mit nur so weißen Typen mit blauen Anzügen, ich kann es nicht mehr tragen.

00:38:52: Aber man, dadurch wird sich nichts verändern.

00:38:55: Das ist die Sache, das kann man einmal kurz mit seiner Freundesrunde, kann man sich da mal kurz drüber auslassen, aber es wird sich nichts dadurch verändern.

00:39:02: Wir müssen uns fragen, Was muss passieren, dass sich was verändert?

00:39:06: Und es verändert sich erst, was davon, wenn die Leute was davon haben.

00:39:09: Das ist wie mit den Netzwerken.

00:39:10: In der Realität, wir suchen die Leute auf, von denen wir denken, dass sie uns was bringen oder wir sagen, ich habe einen Privileg, ich möchte es aktiv nutzen, ich werde Mentorin oder Ally.

00:39:20: Das ist dann die nächste Ebene.

00:39:22: Aber ganz jetzt ohne drüber nachzudenken, sagen wir, okay, was bringt mir was?

00:39:26: Und so arbeiten auch Führungskräfte in Unternehmen, die sagen, woran werde ich gemessen?

00:39:30: Das mache ich.

00:39:31: Und deswegen ist es wichtig, dass wir dass zum einen in die Unternehmensziel reinkriegen, zum anderen aber auch eine Kultur vorleben, wo man das Gefühl hat, mir bringt das was.

00:39:40: Und ich finde Jutta Almendinger ja so toll, Frau Prof.

00:39:44: Soziologie, die ganz tolle Vorreiterin ist, auch was Studien zum Thema Gender, da, was ich dir angeht.

00:39:48: Und die sagt bei sich, sagt sie jungen Männern, übrigens, wenn man hier Elternzeit nimmt, dann, als man dann bringt das was für die akademische Laufbahn.

00:39:56: Und plötzlich nehmen die Männer alle Elternzeit und sagen, natürlich bin ich, mach ich Kehrarbeit.

00:40:00: Also... Man muss eine Kulturschaffung und ein Incentivierungssystem schaffen, wo die Leute sagen, das bringt mir was, mich für das Thema einzusetzen.

00:40:09: Und sonst, aktuell ist es leider so, dass es eher was bringt zu sagen, wieder dieser Vocal Mist und was will ich damit.

00:40:19: Aber wenn du wirklich nachweisen kannst, du hast bessere Ergebnisse, deine Produkte kommen besser an und dein Chef findet es toll, dann machst du es.

00:40:26: Wir sprechen immer von diesem Evidenzbasiert.

00:40:28: Das Wort ist wissenschaftlich belegt.

00:40:31: Und das ist es.

00:40:33: Das.

00:40:34: diese Themen auf Erfolg einzahlen, auf Innovationen, auf Team Erfolg.

00:40:38: Es ist so.

00:40:39: Also es ist auch die logische Konsequenz, das ist ja Miriam, was du gerade sagst, es auch dazu zu erheben und nicht mehr in einer politischen Diskussion oder Frauen versuchen in Männerwelten vorzudringen.

00:40:50: Darum geht es hier nicht.

00:40:51: Also darum geht es auch und das muss auch passieren, aber darum geht es hier in dieser Diskussion nicht.

00:40:55: Wir wollen nicht irgendwo anklopfen, sondern es ist eigentlich ein Nachliefern dessen, was wir heute schon wissen und was, wie gesagt, zumindest in meinem Kontext auf Innovationen und auf Zukunftsfähigkeit massiv einzahlt.

00:41:09: Petra und du hast es gerade gesagt, das war schon immer so.

00:41:13: Ich bin heute echt die Widersprecherin, mir fällt das so ein.

00:41:15: Das ist die ganz Beschissung, alle die ich habe.

00:41:19: Weil ich gesagt habe, wenn ich jetzt mal an die siebziger, achtziger Jahre in der Unternehmen zusammen zurückdenke, ja, ich kann das, Gott sei Dank.

00:41:26: Da haben auf Sachbearbeiter-Ebene Teams in Räumen zusammengesessen, die haben alle dasselbe gemacht.

00:41:30: Dann kam das nächste Großraumbüro, da waren wieder Sachbearbeiter, die haben alle dasselbe gemacht.

00:41:35: Du hast jetzt gerade von einer Lab-Struktur gesprochen, von dem er hat sich da sehr wohl was geändert und damit auch wirklich die Herausforderung und deswegen ist es heute wichtiger.

00:41:45: Also das

00:41:45: war jetzt nur ... Ja, es ist wichtig und wichtig.

00:41:47: ... wie der

00:41:47: eine Pop von der Seitenlinie, dass es in der Tat, auch von jeder Führungskraft, also alle, die uns jetzt hier gerade zuhören, es ist nicht nice to have, sondern ihr steht da echt ... ihr kriegt die Teams gar nicht mehr so gebaut sonst, ne?

00:42:01: Ja, und ich meine, das wissen auch Unternehmen mittlerweile, wenn wir jetzt mal in dieser Logik verfallen, dass man heute die Welt nicht mehr trennt, nicht mehr in Sektoren denkt, sondern in Wertschöpfungsketten denkt.

00:42:11: Das kriegen die meisten Unternehmen auch mit und auch umgesetzt.

00:42:15: Die Frage ist eben nur, das haben wir gerade auch mit dem, wie kommt das an, wie verselbstständigt sich das, dass wir vielleicht in fünf oder zehn Jahren da gar nicht mehr darüber reden müssen, sondern das ganze auch gelebte Praxis ist.

00:42:26: Und man muss natürlich auch sagen, wenn ich überlege, was sich trotzdem auch verändert.

00:42:30: Es hat sich nicht schnell genug verändert, zumindest nach meiner Wunschvorstellung.

00:42:35: Aber ein paar Dinge haben sich ja auch positiv entwickelt, dass es eben nicht mehr ganz normal ist, dass man in Geschäftsführung reingeht und da gar keine Frau sitzt.

00:42:43: Und das gab es auch viele Jahre.

00:42:45: Aber es ist noch zu wenig.

00:42:46: Also sprich den X-Faktor daran zu hängen, das unterschreibe ich gerne, das unterstütze ich gerne.

00:42:52: Und das halte ich auch für enorm entscheidend für unsere Zukunftsfähigkeit.

00:42:56: Ja, und also, Birgit, wenn du heute wieder Sprecherin bist, wenn ich heute vielleicht die Pessimiste.

00:43:01: Also, es ist tatsächlich so, dass es sich nicht nur nicht schnell genug dreht, sondern wir stagnieren auch.

00:43:06: Also, wir sehen zwar gerade im öffentlichen Sektor, dass es, dass wir was Gender angeht, wie gesagt, eins der wenigen Dinge, die wir messen können, dass wir uns da gut entwickeln, aber im privaten Sektor und in der Wirtschaft ist es tatsächlich so, dass wir stagnieren.

00:43:20: Und dann hast du das Ding, dann ist eine Frau dabei, die darf dann Personal machen.

00:43:29: Es gibt ja diese berühmten Frauenzonen und ich habe eine ganz nette Studie in meinem Buch auch zitiert, die hat zwei Unternehmen verglichen, das eine war ein Vertriebsunternehmen, also wo wirklich Vertrieb das Kerngeschäft war, wo man gesagt hat, nee, die Frauen, die machen irgendwie so Marketing und solche Sachen, weil Vertrieb, das ist ein Manager und im anderen Unternehmen, das war ein Marketingunternehmen, wo man gesagt hat, na ja, die Frauen, Marketing ist ein Männerthema, aber Vertrieb ist auch was für Frauen.

00:43:54: Also wo man gesagt hat, du, Du darfst schon mitfahren auf den Boot, aber steuern lieber nicht.

00:43:59: Und ich glaube, das ist das nächste Thema, das sind wir wieder bei dieser Augenhöhe, zu sagen, es geht nicht nur darum mitzuspielen, es geht nicht nur darum, ein paar Schulen zu kriegen, sondern sie müssen auch passen.

00:44:08: Und wir wissen, dass Frauen gerade aus Führungsposition, Vorstandsposition deutlich früher wieder gehen.

00:44:14: Oft auch, weil sie sagen, ich halte es nicht aus.

00:44:17: Und diese Kultur, die sich verändern muss, die verändert sich nur, wenn Menschen mit Privilegien in einem Kontext sich einsetzen.

00:44:25: Und das sind in dem Kontext Männer.

00:44:26: Das ist ein Mann sagt, boah, Leute.

00:44:28: Ich will nicht, dass so über Frauen geredet wird.

00:44:30: Dass zum Beispiel, wenn es einen sexualen Übergriff gibt, dass ein Mann sagt, sorry, das geht nicht, da muss es eine Konsequenz geben.

00:44:36: Also das ist für mich der zentrale Punkt, dass die Menschen, die in dem jeweiligen Kontext privilegiert sind und jetzt, wenn wir über Wirtschaftsführungspositionen sprechen, sind das weiße Männer, dass die sagen.

00:44:48: Sorry Leute, ich habe eine Tochter, ich will nicht, dass der so was passiert.

00:44:51: Oder ich habe eine Frau, ich will nicht, dass über Frauen geredet wird.

00:44:54: Oder ich finde es einfach schrecklich, dass das und das passiert.

00:44:57: Und das muss man sich trauen und dann ja auch vielleicht erwarten, dass man dann, bist du empfindlich, was ist mit dir los?

00:45:04: und so weiter.

00:45:07: Ich sehe gerade eher das Gegenteil.

00:45:09: Das ist auch durch prominente Beispiele.

00:45:12: Jetzt muss ich schon wieder Trump nennen.

00:45:14: Aber salonfähig wurde in gewisser Art und Weise über Frauen zu sprechen, dass man sagt, du bist irgendwie ein verurteilter Sexoffender und trotzdem darfst du so ein Amt ausüben.

00:45:24: Also dass das so wie Lernen am Modell ist, wo ein Kind sieht, eine Puppe wird geschlagen und dann auch anfängt die Puppe zu schlagen, weil sie ja gesehen hat, es gibt keine Konsequenz.

00:45:33: Ähnlich sehe ich es leider gerade auch, auch so ein bisschen in der Gesellschaft.

00:45:38: Also, sorry, dass ich heute zu der Miese Peter bin.

00:45:40: Nein,

00:45:41: das ist ja mal ganz interessant.

00:45:42: Das ist ja mal ganz interessant, Miriam, weil ich hätte gedacht, dass das nur auf eine bestimmte Altersschicht zutrifft, dass die sagen, Gott sei Dank müssen wir, müssen wir uns jetzt, Gott sei Dank können wir aufhören mit dem Quatsch und können wieder, können wieder arbeiten wie früher.

00:45:55: Aber wenn du das sagst, meinst du damit ja, dass ich da um dreizehre.

00:46:01: Auch jünger als ich.

00:46:02: Also wir sehen das ja gerade bei jungen Männern, wo du natürlich jetzt vielleicht auch mit einem sehr wohlwollenden Blick sagen kannst, da ist eine gewisse Verwirrung, was Gender-Typen angeht, aber gleichzeitig, wenn ich auch das Thema Frauen habe auf Social Media und so weiter, dass wir sehen, dass da junge Männer deutlich mehr wieder mit aktiv sind, als das vorher war.

00:46:23: Und da sehen wir einfach auch wie Vorbilder wirken und wie... wie eine Kultur, die gelebt wird, einfach ganz automatisch beeinflusst.

00:46:34: Ja, das ist das Thema Mut und ich finde auch das Thema Diskurs, ehrlicher Diskurs.

00:46:39: Das ist etwas, das glaube ich über alle.

00:46:41: allen Themen oder für alle Themen relevant sind, die zumindest jetzt an denen ich mitarbeiten darf.

00:46:47: Aber das würde ich mir sowieso viel mehr wünschen.

00:46:50: Das ist auch das, was meine Zeit, als ich in den Zwanzigern war, sehr beherrscht hat, ehrlich zu sein, auch anzuecken, zu kannten, sich für Dinge auch einzusetzen und nicht dieses Thema Konformität.

00:47:03: Weil Konformität bedeutet Stillstand.

00:47:06: Und ich glaube, das Thema, die sich ja schon Disruption anfühlt oder Änderung überhaupt im größeren Maßstab bewirken zu können, heißt halt auch, ehrlich zu diskutieren und ehrlich dafür einzustehen.

00:47:18: Und das eben nicht nur aus Sicht der Frauen, die ohnehin in diese Position des Diskurses ja noch viel stärker einziehen müssen und dann auch dort entsprechende Weichen stellen können, sondern auch von der Seite, die sich derzeit noch auf der besseren Seite will.

00:47:34: in allen Anführungsstrichen auf der besseren Seite befindet, weil sie einfach noch einen größeren Proport haben in der Diskussion.

00:47:41: Genau.

00:47:42: Aber Petra, ganz wichtig, das hat was mit Privilegien zu tun, dass du widersprechen kannst.

00:47:46: Wenn du die in der Gruppe bist, die in der Minderheit ist und wenn du vielleicht auch doch angewiesen bist auf den Job oder ... was weiß ich, dann wirst du wahrscheinlich nichts sagen, weil du es dir nicht leisten kannst.

00:47:57: Und das ist das mit dem Privilegien.

00:47:58: Als Chefin im Raum sage ich natürlich, ey, sorry, aber was ist denn das für ein Spruch?

00:48:03: Aber wenn ich die, zum Beispiel, die einzige Frau bin oder wenn ich die Jüngste bin oder wenn ich die einzige bin mit dem Migrationshintergrund oder sowas, dann werde ich mir dreimal überlegen, gehe ich in den Konflikt und was riskiere ich damit?

00:48:14: Aber das verpflichtet eben auch die, die nicht in der Minderheit sind, für eben diese Minderheit einzutreten und ihnen Raum zu geben und mit zu diskutieren, aber eben genauso auch jetzt mal nicht nur im Sinne von Missstände aufarbeiten, sondern auch von, sie haben ja Qualitäten in diesem Raum für so viele Dinge, sie auch entsprechend einzubinden in das, was da entsteht.

00:48:38: Also das sehe ich genau, kann nicht nur bestätigen.

00:48:41: Total.

00:48:41: Und was man gerade wieder sieht, ist diese internalisierte Unterdrückung.

00:48:45: Und wie gesagt, ich verspreche, ich sag auch noch was Positives, aber dass wir zum Beispiel sehen, dass Frauen, weil sie halt in diesem System überleben müssen, anfangen, die Argumente zu reproduzieren.

00:48:54: Und ich hatte neulich das Gespräch mit einer befreundeten Managerin, die in ihrem Bereich für Personal zuständig ist, wo ich gesagt habe, es kann nicht sein, dass die ganzen Frauen eigentlich aus der Elternzeit kommen.

00:49:04: Was passiert denn mit denen?

00:49:06: Habt ihr keine Strukturen?

00:49:07: Da musst du doch Prozesse geben.

00:49:09: Sagt sie, nee, die sind ja selber schuld.

00:49:10: Die sind ja nicht selbstbewusst genug.

00:49:12: Und die sind ja auch nicht sichtbar genug.

00:49:14: Und da kann man ja nicht sagen, die sind ja selber schuld.

00:49:16: Wo ich gedacht habe, das kannst du doch nicht ernst meinen.

00:49:18: Und gleichzeitig sehe ich, sie ist die einzige Frau in ihrem System.

00:49:22: Sie nimmt das an, weil das vielleicht auch ihr Schutzmechanismus ist, zu überleben.

00:49:27: Und das sehe ich schon wirklich.

00:49:29: Also internalisierte Unterdrückung ist der Reflex, dass sich eine Gruppe gegen ihre eigene Gruppe richtet, weil sie diese Mechanismen verinnerlicht hat.

00:49:37: Das ist was, wo wir, glaube ich, immer wieder reflektieren müssen und sagen müssen, okay, wo habe ich selber auch diese Biasis in mir?

00:49:46: Miriam, das ist echt traurig.

00:49:48: Du sagst, du bist jetzt heute Pessimistin.

00:49:51: Aber weißt du, das ist ja schön.

00:49:52: Nein, nein, nein.

00:49:54: Es ist traurig, ja.

00:49:56: Und es ist aber gut, dass wir da so offen darüber sprechen, weil das führt uns dazu, dass wir letzten Endes nur genau das machen, erreichen können, auch mit diesem Podcast, was Petra gesagt hat.

00:50:05: Es ist kein nice to have, es ist eine Ressource.

00:50:07: Und eine Ressource heißt hier.

00:50:10: Das ist mir wieder ein KPIs und messbar.

00:50:11: und wenn nur das funktioniert letzten Endes, dass es irgendwo in der Zahl bemerkbar macht, dann müssen wir leider auf diese Freiwilligkeit und auf das Gott vertrauen verzichten und sagen, hier sind die Zahlen, Daten, Fakten und jetzt guckt, dass du in die Spur kommst.

00:50:33: Petra, das ist doch der Weg, wie Innovationen Spaß

00:50:38: macht.

00:50:38: Ja, also ich sehe es tatsächlich so und ich sehe es ja auch für andere Themen so nicht, weil ich davon überzeugt bin.

00:50:44: Ich sage, ich persönlich bin davon getrieben und ich bin da auch schwerst von überzeugt und ich glaube aber und das ist aber ähnlich wie bei Klimazielen.

00:50:53: Erst wenn ich es schaffen kann, einem Unternehmen zu sagen, CO-Reduzierung heißt auch, tatsächlich effizientere Strukturen und Datenmengen zu erzeugen.

00:51:03: Erst dann, wenn man sagen kann, das amortisiert sich nach einem Jahr oder es ist ziel- und sinnstiftend.

00:51:09: Erst dann kriege ich tatsächlich Person ja dazu, ein Projekt auszulösen oder sich in diese Richtung zu bewegen.

00:51:16: So funktioniert die Wirtschaft.

00:51:17: Und ich denke halt, deswegen ist es eben wichtig, über alle Fahre.

00:51:21: der Verständigung des Austausches, Mut auszusprechen zur Veränderung, aber gleichzeitig auch aufzuzeigen.

00:51:27: Und das ist das Gute hier ran, dass man das auch aufzeigen kann.

00:51:31: Wir sind hier keine Bittsteller in dieser Thematik, sondern wir sind hoffentlich, also wir dreisen ja schon mal sehr davon überzeugt, dass das auch tatsächlich ganz stark auf das, was auch immer erreicht werden soll, in welchen Kontexten auch immer sehr, sehr unterstützend ist, das zu tun.

00:51:47: Wir möchten natürlich das System mit unserem Podcast.

00:51:49: Also alle, die uns jetzt hier zuhören, die sich für regionale Innovationsökosysteme engagieren, die Inspirationen brauchen, wie kann es bei uns in der Region gelingen, was kann ich machen?

00:51:59: Da ist die Zusammenfassung dieser Podcastfolge.

00:52:03: Schaut überhaupt erst mal dahin, dass ihr euch öffnen könnt, was braucht es?

00:52:07: Was sind die Ressourcen, die in den Regionen benötigt werden?

00:52:10: Und Petra, bevor wir zum Gast kommen, dem natürlich das letzte Wort gebührt und vielleicht auch so der letzte Appell oder den Wunsch, den Miriam Häusern darf, gibt es von dir noch etwas, wo du sagst, das möchtest du mit rausgeben in die Regionen.

00:52:23: Ja, also ich kann nur ermutigen.

00:52:24: Also ich selber profitiere davon, so zu agieren.

00:52:27: Ich profitiere auch von dem Austausch, auch mit Miriam Trunk.

00:52:30: Danke dafür, dass es absolut bereichern für mich selbst, aber auch für unser System und für unser Fortkommen auch, was er arbeiten, der Innovations-Ökosysteme anbelangt.

00:52:40: Und ich glaube, da muss man noch ganz viel reden und wir werden uns noch ganz oft austauschen.

00:52:44: Aber ich denke, für den Moment ist viel auch ehrlich gesprochen und deswegen.

00:52:49: Ich freue mich auf die weiteren Podcast, die wir hoffen, in sechsundzwanzig Fortfolgende noch haben.

00:52:54: Ja, ganz genau.

00:52:55: Miriam, du bist unser Gast.

00:52:58: Du darfst heute ein Schluss statement wählen, wo du dich nicht an Innovations- Ökosysteme wählen musst, sondern was liegt dir auf dem Herzen?

00:53:06: Was brennt dir da gerade unter den Nägeln?

00:53:08: Was möchtest du den Hörern mitgeben?

00:53:10: Ja, ich appelliere bei diesem Thema einfach so für Nüchternheit und für, dass wir gut zu uns sind und diesen Wandel dem Zeit geben, aneinander Zeit geben, versuchen, wie sind Menschen motiviert, warum verhalten sie sich in einer gewissen Art und Weise?

00:53:22: Die wenigsten Leute machen das einfach, weil sie... böse sind und immer wieder an den Punkt kommen.

00:53:27: und vielleicht schließe ich mit einem aktuellen Beispiel, warum Diversität Sinn macht.

00:53:31: Wir haben ja einen Bundeskanzler, der gelegentlich auch Dinge teilt, die dann auch Social Media ganz oft besprochen werden.

00:53:39: Und er hat, ich glaube, vor zwei, drei Tagen in der ARD Walerena gesagt, er kennt den neuen Hebammenhilfevertrag nicht.

00:53:46: Und das ist ein Vertrag der wirklich viele, viele Frauen, Familien, kleine Kinder, natürlich die Hebammen selbst, seit Monaten beschäftigt.

00:53:56: Und zu sagen, er hat dieses Thema gar nicht auf dem Schirm.

00:53:59: Er hat offensichtlich nicht die richtigen Leute um ihn rum, die das auf seinen Schirm auch mal tragen.

00:54:05: Das ist für mich so ein Zeichen, wo ich sage, das passiert, wenn zu wenig Diversität da ist.

00:54:09: Und deswegen lasst uns nicht machen, weil irgendjemand sagt, es ist richtig oder wichtig, sondern lasst uns machen, weil es Sinn macht.

00:54:15: Und lasst uns nicht dann da rangehen und dann schaffen wir das Schritt für Schritt.

00:54:19: sehr schön, sehr schön, dass mit dem Nüchtern ran gehen und auch nicht diese Angst davor haben.

00:54:25: Das ist doch eine schöne Weihnachtsbotschaft.

00:54:27: Ich denke gerade an, fürchtet euch nicht.

00:54:31: Stimmt, ja.

00:54:32: Das ist eine schöne, eine wunderschöne, das passt doch jetzt zu unserem Zeitraum der Erscheinung des Podcasts.

00:54:40: Ganz, ganz lieben Dank.

00:54:42: Sehr schön, danke euch.

00:54:48: Das war Zeit für Zukunft, der Podcast über die Kraft regionaler Innovations-Ökosysteme.

00:54:54: Wenn dir die Folge gefallen hat, freuen wir uns, wenn du den Podcast likest, teilst und abonnierst.

00:54:59: Bleiben neugierig.

00:55:00: Bis zur nächsten Folge.

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